Markt | 18.02.2015

Südhalbkugel liefert weniger Äpfel

Die Länder der südlichen Hemisphäre werden in diesem Jahr voraussichtlich weniger Äpfel in die internationalen Märkte liefern als 2014. Darauf hat die Weltvereinigung für Äpfel und Birnen (WAPA) vergangene Woche nach ihrer alljährlichen Vollversammlung hingewiesen. von AgraEurope

Obwohl die Apfelernte höher sein wird als 2014, sollen die Exporte von der Südhalbkugel geringer ausfallen.

Obwohl die Apfelernte höher sein wird als 2014, sollen die Exporte von der Südhalbkugel geringer ausfallen.

Nach Schätzung der WAPA werden die Länder Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Neuseeland und Südafrika in der laufenden Saison zusammen rund 5,54 Millionen Tonnen Äpfel ernten; das wäre im Vergleich zu 2014 ein Plus von fünf Prozent. Das Exportvolumen dieser Erzeugerländer wird auf 1,72 Millionen Tonnen beziffert, womit das Vorjahresniveau um fünf Prozent unterschritten würde.

Exporte: Spitzenreiter Chile vor Südafrika und Neuseeland
Die größten Apfelproduzenten bleiben Chile und Brasilien mit 1,7 Millionen Tonnen und 1,2 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr dürften sich die Erntemengen in diesen beiden Ländern leicht um ein beziehungsweise sechs Prozent erhöhen. Spitzenreiter bei Apfelexport ist Chile: Mit einer veranschlagten Ausfuhrmenge 800 000 Tonnen an bewegen sich die Tonnagen auf dem Vorjahresniveau. An zweiter Stelle steht Südafrika mit 420 000 Tonnen, gefolgt von Neuseeland mit knapp 300 000 Tonnen.

Die wichtigste Apfelsorte im Anbau auf der Südhalbkugel bleibt Gala mit insgesamt 1,9 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr wird diese Sorte 2015 wahrscheinlich um sechs Prozent zulegen. Die Birnenproduktion auf der südlichen Halbkugel soll nach WAPA-Schätzung 2015 bei 1,58 Millionen Tonnen liegen, damit würde die Vorjahresproduktion um sieben Prozent überschritten. Das Exportvolumen soll sich um vier Prozent auf 750.000 Millionen Tonnen erhöhen. Größter Produzent und Exporteur von Birnen bleibt mit Abstand Argentinien.

Die WAPA gibt traditionell im Februar ihre Ernteschätzungen für die südliche Hemisphäre ab. Im August folgen dann die Ernteprognosen für die Europäische Union und die USA. Die vergangene EU-Apfelernte war sehr hoch ausgefallen, die der Birnen etwas kleiner als im Vorjahr