Markt, Südtiroler Landwirt | 05.02.2015

Ein zufriedenstellendes Jahr

Die Kovieh-Vermarktung im Jahr 2014 war zufriedenstellend. Die Anzahl der vermarkteten Tiere konnte um 685 Stück gesteigert werden. Preiseinbußen waren bei den Rindern zu verbuchen, während bei den Kälbern die Preise stabil blieben.

Insgesamt 94 Versteigerungen hielt das Kovieh im vergangenen Jahr ab. (Foto: Othmar Seehauser)

Insgesamt 94 Versteigerungen hielt das Kovieh im vergangenen Jahr ab. (Foto: Othmar Seehauser)

Im Jahr 2014 hielt das Viehvermarktungskonsortium Kovieh insgesamt 94 Versteigerungen ab, bei denen 41.878 Tiere verkauft wurden. In Bozen fanden 48 Kälberversteigerungen mit insgesamt 23.680 Kälbern statt. Je Versteigerung wurden im Durchschnitt 504 Kälber verkauft.
Ebenfalls in Bozen fanden 25 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 8298 Rinder, 20 Kälber, 123 Pferde, 5648 Kleintiere und sieben Schweine verkauft wurden. Dies sind insgesamt 14.096 Tiere, was je Versteigerung im Durchschnitt 564 Stück ausmacht. In St. Lorenzen fanden 22 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 3635 Rinder, neun Pferde, 150 Kleintiere und vier Kälber vermarktet wurden. Insgesamt sind dies 3798 Tiere, was je Versteigerung im Durchschnitt 173 Stück ausmacht. Im Rahmen der Schlacht- und Mastviehversteigerungen wurden 694 Qualitätsrinder vermarktet.
Der Monat mit den höchsten Verkaufszahlen war der September mit 4962 Tieren, jener mit den niedrigsten war der Juni mit 2480 Tieren. Die Kälberversteigerung mit den höchsten Auftriebszahlen war jene vom 13. Jänner mit 806 Stück. Die Schlacht-, Mastvieh- und Kleintierversteigerungen mit der höchsten Zahl an verkauften Tieren war jene vom 30. September mit 931 Stück.
Zudem wurden 304 Tiere im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprogramms totvermarktet.

Preise: Kälber im Plus, Rinder im Minus
Die Kälberpreise lagen 2014 leicht über denen des Vorjahres. Das Preisplus beträgt insgesamt 1,52 Prozent. Die Anzahl der angelieferten Kälber hat im Vergleich zum Vorjahr um 1094 Stück abgenommen. Bei den Rindern liegt der Jahresdurchschnitt um 8,45 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Anzahl der vermarkteten Rinder nahm hingegen um
484 Tiere zu. Einen Preisrückgang gab es vor allem bei den Kühen, verursacht durch das russische Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU. Bei den Pferden und Fohlen gab es einen Preisanstieg von 2,68 Prozent, auch die Anzahl der angelieferten Tiere stieg um zehn Stück. Die Preise bei den Kleintieren waren um 15,33 Prozent höher als 2013, ebenso stieg die Vermarktungszahl um 1187 Stück.

Export: Hauptmarkt Deutschland
Im Jahr 2014 betrug der Exportanteil bei den Rindern 1845 Stück, wobei 1484 Tiere nach Deutschland (Vermarktungsanteil 12,44 Prozent), 321 Tiere nach Holland (Vermarktungsanteil 2,69 Prozent), 20 Tiere nach Ungarn (Vermarktungsanteil 0,17 Prozent), 17 Stück nach Belgien (Vermarktungsanteil 0,14 Prozent) und drei Tiere nach Österreich (Vermarktungsanteil 0,02 Prozent) exportiert wurden. Bei den Kälbern wurden 4,6 Prozent indirekt exportiert. Das heißt, die Kälber werden von einheimischen Händlern gekauft und dann exportiert.