Südtiroler Landwirt, Seniorenvereinigung | 04.12.2014

Wie das Leben früher war…

Kaum etwas hat sich so sehr verändert wie das Leben und Arbeiten auf den Bauernhöfen. Wie es dort vor Jahrzehnten zuging, ob früher wirklich alles besser war und wie es heute ist, erzählt ein Film der Seniorenvereinigung im SBB. von Michael Deltedesco

Zehn Familien aus allen Sektoren und Bezirken der Südtiroler Landwirtschaft sind im Film porträtiert.

Zehn Familien aus allen Sektoren und Bezirken der Südtiroler Landwirtschaft sind im Film porträtiert.

Eine Filmproduktion über das Leben auf den Bauernhöfen früher und heute: Das ist der Beitrag der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund anlässlich des „Internationalen Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe“. Der Landespräsident der Seniorenvereinigung im SBB, Gottfried Oberstaller, erklärt, wie die Idee zum Film entstand: „Uns ging es darum, den bäuerlichen Familien und den landwirtschaftlichen Familienbetrieben in Südtirol ein Gesicht zu geben, ihr Leben und ihr Arbeiten vor Ort, in ihrem alltäglichen Umfeld, zu zeigen und die Entwicklung von der Vergangenheit bis heute und darüber hinaus in Form von persönlichen Erzählungen festzuhalten.
Das Ergebnis dieser Überlegungen ist der Film „Familienleben am Hof – Porträts aus der bäuerlichen Welt“, der von der Seniorenvereinigung zusammen mit dem Südtiroler Bauernbund, RAI Südtirol, der Handelskammer Bozen und den Südtiroler Raiffeisenkassen in Auftrag gegeben wurde.
Der Filmemacherin Astrid Kofler und dem Kameramann Günther Neumair ist es hervorragend gelungen, humorvolle, nachdenkliche und emotionale Lebensberichte älterer und jüngerer Menschen in einen einmaligen Film zu packen. Er gibt einen unverwechselbaren Einblick in das Leben früher und heute auf den Höfen und zeigt, wie wichtig der Familienbund am Hof ist.
Die porträtierten Personen erzählen über das Leben in den Großfamilien, von den schönen und schwierigen Momenten des Zusammenlebens und -arbeitens. Sie berichten, wie mit der Zeit die Familien immer kleiner und gleichzeitig Knechte sowie Mägde zum Luxus wurden – und die Mechanisierung dadurch zunahm. Sie zeigen auf, wie die Milchwirtschaft zugunsten des Obst- und Weinbaus aufgegeben wurde oder die Ställe ausgebaut wurden, um überleben zu können und wie die Direktvermarktung sowie der Urlaub auf dem Bauernhof das Leben zunehmend bestimmen.
Sie berichten aber auch von den Anstrengungen, Felder und Wiesen zu verbessern oder die erste Beregnungsanlage zu erstellen. Gezeigt wird der Weg vom Selbstversorger zum Ernährer der Gesellschaft, ein Weg, der nicht ganz einfach war.
Für diese Filmproduktion hat Astrid Kofler zehn bäuerliche Familien aus ganz Südtirol und aus allen Sektoren der Landwirtschaft besucht, sie portraitiert und so eindrucksvolle Erinnerungen erhalten.

Ausstrahlung am 12. Dezember
Der Film „Familienleben am Hof – Porträts aus der bäuerlichen Welt“ der Seniorenvereinigung im SBB wird am Freitag, 12. Dezember um 20.20 Uhr auf dem Sender RAI Südtirol erstmals ausgestrahlt.
Ab Jänner 2015 steht der Film dann dem Südtiroler Bauernbund und den bäuerlichen Organisationen sowie allen Interessierten für Filmvorführungen zur Verfügung. Zu diesem Zweck wurden zwei Versionen angefertigt: Es gibt eine in der Länge von 60 Minuten und eine in der Länge von 50 Minuten. Je nachdem, für welche Veranstaltung (z. B. Jahresversammlung, Filmabend, …) der Film verwendet wird, eignet sich die längere oder die kürzere Version besser. Ausgeliehen werden kann der Film im Landessekretariat der Seniorenvereinigung (Tel. 0471 999328) und im Büro der Stabsstelle Verbandsmanagement (Tel. 0471 999354). Diese stehen auch für weitere Informationen und zusätzliche Fragen zur Verfügung.