Produktion | 28.11.2014

Gute Qualität trotz nassen Sommers

Nach der Beerenernte wurde nun auch die Gemüseernte in Südtirol abgeschlossen. Die Genossenschaften sowie die Versteigerung sind mit der Qualität der Produkte zufrieden.

Sehr unterschiedlich fiel die Erdbeerernte in diesem Jahr aus: bei der EGMA in Vilpian waren es deutlich mehr, bei der MEG in Martell deutlich weniger Früchte. (Foto: EOS/Blickle)

Sehr unterschiedlich fiel die Erdbeerernte in diesem Jahr aus: bei der EGMA in Vilpian waren es deutlich mehr, bei der MEG in Martell deutlich weniger Früchte. (Foto: EOS/Blickle)

Die heurige Beeren- und Kirschensaison begann aufgrund der warmen Temperaturen im Frühling einige Tage früher als im letzten Jahr. Laut Markus Tscholl, Versteigerungsleiter der Egma Obstversteigerung in Vilpian, ist „die Qualität der Früchte gut und auch die Preise sind etwas höher als im Vorjahr“. Auch mit den erwirtschafteten Mengen ist die Egma Obstversteigerung recht zufrieden: So wurden um die 200 Tonnen Erdbeeren (plus 24 Prozent) und 34 Tonnen Himbeeren geerntet. Wegen des Frühlingsfrostes und der Kirschessigfliege ist die Kirschenmenge zurückgegangen. Insgesamt wurden in diesem Sommer 62 Tonnen Kirschen (minus 40 Prozent) geerntet.

Regen verkürzt Haltbarkeit
Gerhard Eberhöfer, Geschäftsfeldleiter VI.P Beeren erklärt: „Im Martelltal konnte durch die günstige Wetterlage mit der Ernte zeitig begonnen werden. In diesem Jahr wurden 530 Tonnen Erdbeeren geerntet, was einem Minus von 15 Prozent entspricht“. Die kühlen Temperaturen hatten eine langsame Reifung der Früchte zur Folge, jedoch verkürzte die hohe Niederschlagsmenge die Haltbarkeit der Beeren. „Die Menge der geernteten Himbeeren hingegen ist mit 26 Tonnen gleich geblieben“. Bei den Kirschen konnten heuer 251 Tonnen (plus 25 Prozent) geerntet werden.

Mehr Pusterer Kartoffeln
Bei den Pustertaler Kartoffeln ist die Erntemenge in diesem Jahr etwas höher ausgefallen als im vorigen: Um die 6000 Tonnen Kartoffeln – davon 35 Tonnen aus biologischem Anbau – wurden auf circa 160 Hektar angebaut. Hanspeter Felder, Direktor der Pustertaler Saatbaugenossenschaft, erklärt: „Die Hektarerträge sind trotz des nassen Wetters gut ausgefallen und die Knolle ist dadurch sogar etwas größer geworden.“ Allerdings sei die Lagerfähigkeit der Kartoffel mäßig, da sie nass eingelagert werden mussten.

Zur Ernte des Südtiroler Blumenkohls hat Reinhard Ladurner, Geschäftsfeldleiter Gemüse VI.P Stellung genommen: „Die Ernte ist in diesem Jahr trotz des verregneten Sommers gut ausgefallen. Insgesamt konnten circa 2300 Tonnen Blumenkohl geerntet werden, dies entspricht einer zehnprozentigen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.“ Die Qualität des Blumenkohls ist gut und die VI.P kann auf ein positives Jahr zurückblicken.