Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Politik | 30.10.2014

Bäuerliche Stärkung für den Dreierlandtag

Eine bäuerliche „Marend“ gab es diese Woche für die Abgeordneten des Dreilandtages in Schwaz/Tirol. Organisiert haben diese die Bäuerinnenorganisationen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino.

Die Vertreter des Dreierlandtages und die Landesbäuerinnen mit der schmackhaften bäuerlichen „Marend“.

Die Vertreter des Dreierlandtages und die Landesbäuerinnen mit der schmackhaften bäuerlichen „Marend“.

Anlässlich des internationalen Weltlandfrauen- und Welternährungstages am 15. bzw. am 16. Oktober wollten die Bäuerinnen aus den drei Regionen Tirol, Südtirol und Trentino auf die bedeutende Rolle der Landwirtschaft für unsere Ernährung aufmerksam machen. Darauf machten die Präsidentinnen Resi Schiffmann, Hiltraud Erschbamer und Mara Baldo den Dreierlandtag am 28. Oktober in Schwaz in Tirol aufmerksam und brachten eine bäuerliche „Marend“ vorbei.

Bäuerinnen vermitteln Respekt für Lebensmittel
Wenn es um die Kompetenz für Lebensmittel, Ernährung und Natur geht, haben Bäuerinnen einen hohen Stellenwert, unterstreicht Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer und erinnert: „Es würde nicht nur das Wissen um die Herstellung traditioneller Urprodukte oder um die Veredelung dieser verloren gehen, sondern auch die Wertschätzung und der Respekt dem Lebensmittel gegenüber.“
Mit Projekten wie „Landwirtschaft macht Schule“ in Tirol oder „Bäuerinnen machen Schule“ in Südtirol gehen Bäuerinnen in Bildungseinrichtungen, um dort bereits die jungen Konsumenten für den bewussten Einkauf zu sensibilisieren. Bäuerinnen schaffen mit diesen und mit zahlreichen anderen Projekten einen nicht mehr wegzudenkenden Beitrag zur Aufklärung und Bildung der Konsumgesellschaft von heute und morgen.

Mehr Augenmerk auf Regionalität bei Ausschreibungen
Mit der regionalen bäuerlichen „Marend“ wollen die drei Organisationen dazu aufrufen, mehr Regionalität auch in die Politik zu bringen: Bei Ausschreibungen sollen so jene Angebote den Vorzug erhalten, welche die Lebensmittel von heimischen Produzenten verwenden. Der daraus resultierende höhere Preis im Angebot ist auf die Qualität und die selbst hergestellten Produkte zurückzuführen und darf nicht ein Nachteil bei einem Wettbewerb sein, forderten die drei Präsidentinnen. Auch sollen jene Angebote einen Bonus erhalten, welche mit heimischen Firmen und heimischen Mitarbeitern sich bewerben. „Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass das billigste Angebot das Rentabelste ist. Die kleinen Kreisläufe müssen gefördert und gestützt werden. Und zwar nicht dann, wenn es keine solcher regionalen Kreisläufe mehr gibt. Die Politik muss mit gutem Vorbild vorangehen“, waren sich die Landesbäuerinnen einig.