Markt | 17.10.2014

Österreich: Plus bei Agrarexporten

Trotz eines schwierigen Umfelds konnte die österreichische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft im ersten Halbjahr 2014 ihre Exporte ausbauen. Das teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing mit. von AgraEurope

Demnach lag der Wert der Ausfuhren mit 4,8 Milliarden Euro um rund 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Für die insgesamt leichte Steigerung sorgte nach Angaben der AMA Marketing Deutschland, auf das mit 1,643 Milliarden Euro rund ein Drittel des gesamten österreichischen Ausfuhrwertes entfiel.

Deutlich zu spüren sei die wirtschaftlich angespannte Situation mit rückläufiger Kaufkraft in Ungarn, aber auch in Slowenien und Tschechien; dort sei die Nachfrage nach österreichischen Lebensmitteln im ersten Halbjahr 2014 gesunken.

Starker Zuwachs bei USA-Exporten
Hervorragend entwickelt hätten sich hingegen die agrarischen Warenströme in die USA, so die AMA Marketing. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 habe es hier eine Steigerung um fast 11 Prozent gegeben.

Der Geschäftsführer der AMA-Marketing, Michael Blass, führt den Erfolg im Außenhandel auf die langjährige konsequente Arbeit der österreichischen Exporteure zurück. Die Steigerungsrate bei den Agrarausfuhren falle zwar zum ersten Mal seit zwanzig Jahren geringer aus, aber Österreich habe sich in diesem Bereich mittlerweile als Exportnation fest etabliert, und das mache sich im laufenden Jahr bezahlt, resümierte Blass. Allerdings habe das Handelsembargo Russlands gezeigt, dass relativ geringe Änderungen des Marktgefüges ausreichten, um etablierte Warenströme aufzumischen.