Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 31.07.2014

Profil der Fachschulen schärfen

Der Bauernbund, die Bäuerinnenorganisation, die Bauernjugend und die Gärtnervereinigung haben kürzlich den Landesräten Schuler und Achammer ein gemeinsames Positionspapier zur zukünftigen Ausrichtung der Landesabteilung für land-, forst und hauswirtschaftliche Berufsbildung überreicht. von Ulrich Höllrigl

Die Vertreter der bäuerlichen Organisationen trafen sich mit den zuständigen Landesräten und Schulvertretern, um über die Zukunft der Fachschulen zu sprechen.

Die Vertreter der bäuerlichen Organisationen trafen sich mit den zuständigen Landesräten und Schulvertretern, um über die Zukunft der Fachschulen zu sprechen.

Die Ausgliederung der Landesabteilung 22 aus dem Landwirtschaftsressort ist für die bäuerlichen Vertreter nach wie vor schwer zu verdauen. „Jetzt muss man das Beste draus machen und alles tun, um das gut funktionierende System nicht zu schwächen“, unterstrich Landesobmann Tiefenthaler bei dem Treffen.
Das Positionspapier enthält zwölf konkrete Punkte, wie die landwirtschaftliche Berufsausbildung weiterentwickelt werden kann.

Landesrat Schuler sagte zu, dass die Fachschulen als ländliche Aus- und Weiterbildungszentren weiter bestehen bleiben sollen. Der Obmann der Gärtnervereinigung, Valtl Raffei­ner, verwies auf die bisherige ausgezeichnete und unbürokratische Zusammenarbeit bei der Planung der dualen Ausbildung. Landesrat Achammer sicherte diese auch für die Zukunft zu.

Die bäuerlichen Vertreter wünschten sich, dass die Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft jeweils zu Kompetenzzentren, z.B. für die Veredelung von Obst und Gemüse ausgebaut werden und damit ihr Profil schärfen können. Der geschäftsführende Abteilungsdirektor Paul Mair und die Schuldirektorinnen Monika Aondio und Juliane Pellegrini stimmten diesem Wunsch zu, Landesrat Achammer trägt dieses Anliegen mit. Es brauche dafür aber auch die entsprechenden Ressourcen.
Schulamtsleiter Peter Höllrigl verwies auf die Möglichkeiten, die sich aus der Eingliederung der Abteilung 22 ins Schulressort ergeben: So könnten für Projekte zur Sprachförderung oder zur Integration Synergien genutzt werden.

Konkret vereinbart wurde die Bildung eines Fachbeirats „Schule – Landwirtschaft“, dem Vertreter der bäuerlichen Berufsbildung und Vertreter des Bauernbundes und der bäuerlichen Organisationen angehören sollen, um systematisch die strategische Weiterentwicklung des Fachschulangebotes voranzutreiben.