Technische Beratung, Betriebsberatung | 30.07.2014

Zinsloses Darlehen als Vorschuss für staatliche Steuerabzüge

Ab 1. Juli 2014 besteht die Möglichkeit bei der Abteilung Wohnungsbau um ein zinsloses Darlehen in Höhe der möglichen Steuerabzüge anzusuchen. Somit erhält der Bauherr den gesamten Steuerabzug aller 10 Jahre auf ein Mal und kann sofort über den gesamten Betrag verfügen.

Dabei handelt es sich um ein Darlehen und keinen Schenkungsbeitrag, d.h. dieser Betrag muss in einer Rate pro Jahr für einen 10-Jahreszeitraum zurückgezahlt werden.

Im Unterschied zum Steuerabsetzbetrag muss der Antragsteller über das ausschließliche und volle Eigentum der zu sanierenden Wohnung verfügen. Auch muss er seinen meldeamtlichen Wohnsitz in der besagten Wohnung haben. Für Energiesparmaßnahmen, für welche ein Steuerabzug von 65 Prozent vorgesehen ist, kann das Darlehen nicht in Anspruch genommen werden. Ebenso kann das Darlehen nicht für Sanierungsausgaben an Zubehörsflächen und den Ankauf von Möbeln beansprucht werden.
Alle Ausgaben, die bereits geleisteten und die geplanten, müssen in einer Erklärung angeführt werden, die ein Techniker bestätigt, der im Berufsverzeichnis eingetragen ist, also ein Architekt, Ingenieur oder Geometer.
Pro Baueinheit werden höchstens 96.000 Euro als Ausgabe anerkannt. Gesuche sind so lange möglich, bis die für diese Förderung reservierten 12 Millionen Euro aufgebraucht worden sind.

Auch ohne Steuerschuld in der Steuererklärung beanspruchbar
Im Unterschied zum Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent kann dieses Darlehen auch von jenen Steuerpflichtigen voll beansprucht werden, welche in der Steuererklärung eine geringe bzw. keine Einkommenssteuer zahlen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Steuerabsetzbetrag aus der Steuererklärung ersichtlich ist, und alle anderen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme gegeben sind. Der Steuerpflichtige muss in diesem Fall jedoch berücksichtigen, dass er in den 10 Folgejahren dem Land jährlich die Darlehensraten zurückzahlen muss.
Das Darlehen ist zwar zins- aber nicht kostenlos. So muss der Darlehensvertrag zwischen dem Antragsteller und dem Land registriert und die Gebühren dafür vom Gesuchsteller getragen werden.
Besorgt sich der Antragsteller eine Bankbürgschaft, kann das Darlehen auch vorzeitig ausgezahlt werden.

Detaillierte Informationen, Gesuchformulare und die Vorlage für die erwähnte Erklärung über die getätigten und zu leistenden Ausgaben über das zinslose Darlehen.


Alle Informationen über den Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent erhält man beim eigenen Steuerberater oder in den Bezirksbüros des Südtiroler Bauernbundes.