Produktion | 18.07.2014

Giftiger Alpenrosensaft

Das Departement für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes warnt davor, Alpenrosensaft zu konsumieren. Teile der Alpenrose sind toxisch und können beim Menschen Vergiftungserscheinungen verursachen.

Alpenrosen sind schön anzuschauen, aber laut Informationen des Südtiroler Sanitätsbetriebes nicht zum Verzehr geeignet – auch nicht in Form von Säften.

Alpenrosen sind schön anzuschauen, aber laut Informationen des Südtiroler Sanitätsbetriebes nicht zum Verzehr geeignet – auch nicht in Form von Säften.

Nach Informationen des Departements für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes wird an manchen Orten in Südtirol Alpenrosensaft hergestellt und konsumiert. Abgesehen davon, dass die Alpenrose unter Naturschutz steht und das Pflücken der Pflanze verboten ist, ist der Konsum der Alpenrose oder daraus gewonnener „Lebensmittel“ auch gesundheitsgefährdend. Teile der Alpenrose enthalten toxische Substanzen, die Pflanze selbst ist als giftig für Menschen eingestuft.

Gefahr einer möglichen Überdosierung
Den in der Alpenrose enthaltenen toxischen Stoffen werden oft positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt, wie etwa blutdrucksenkende Wirkung oder Linderung bei rheumatischen Schmerzen, Gicht und Neuralgie. „Davon sollte man sich aber nicht dazu verleiten lassen, die Pflanze in Eigenbehandlung anzuwenden“, warnt die stellvertretende Direktorin des Departements für Gesundheitsvorsorge, Dagmar Regele. Die Gefahr einer möglichen Überdosierung samt damit einhergehenden heftigen Nebenwirkungen sei sehr hoch. „Ich rate deshalb von der Anwendung selbst gesammelter Pflanzenteile dringend ab“, betont die Expertin.

Kräuter und andere Pflanzen sollten grundsätzlich nicht verzehrt werden, solange nicht gesichert ist, dass diese unschädlich und als Lebensmittel für den menschlichen Gebrauch eingestuft sind. Ansonsten ist die Gefahr einer Vergiftung mit den entsprechenden Folgen groß.