Produktion | 18.07.2014

Apfeltriebsucht: Forscher tauschen Wissen aus

Die Verbreitung der Apfeltriebsucht sowie Fortschritte und Perspektiven der Forschung zur Apfeltriebsucht: Dies war Thema beim zehnten Treffen der Arbeitsgruppe Apfeltriebsucht am Versuchszentrum Laimburg. von LPA – Landespresseamt

Pflanzenschutzberater und Wissenschaftler aus verschiedenen Anbauregionen haben an der Laimburg über die regionale Verbreitung der Apfeltriebsucht berichtet.

Pflanzenschutzberater und Wissenschaftler aus verschiedenen Anbauregionen haben an der Laimburg über die regionale Verbreitung der Apfeltriebsucht berichtet.

Pflanzenschutzberater und Wissenschaftler aus verschiedenen Anbauregionen wie Bodensee, Baden-Württemberg, Rheinhessen und Rheinland-Pfalz, dem Alten Land bei Hamburg sowie Trentino-Südtirol haben über die regionale Verbreitung der Apfeltriebsucht berichtet und über Fortschritte und Perspektiven der Apfeltriebsuchtforschung diskutiert. Wissenschaftler und Pflanzenschutzberater – darunter jene des Versuchszentrums Laimburg – haben diese Arbeitsgruppe im Jahr 2000 gegründet, um erarbeitetes Wissen zum Thema Apfeltriebsucht zu teilen und aktuelle Fragen zu besprechen.

Befallszuwächse nirgends so hoch wie in Südtirol
Die Apfeltriebsucht breitet sich in Europas Obstbaugebieten weiter aus. Zurzeit gibt es andersorts aber nicht Befallszuwächse in einem Ausmaß, wie es in Südtirol beobachtet wird. Als junges Befallsgebiet der Apfeltriebsucht ist zudem der Erwerbsobstbau im Alten Land bei Hamburg zu nennen.

Im Rahmen des Treffens hat das Julius-Kühn-Institut in Dossenheim Forschungen zur chemischen Kommunikation zwischen Blattsaugern präsentiert. Derzeit werden die Duftstoffe, welche die Pflanzen aussenden, intensiv erforscht und es laufen Versuche zur Entwicklung von Bekämpfungsstrategien mittels Duftstoffen.

Resistene Unterlagen gesucht
Weiters hat sich das Julius-Kühn-Institut in den vergangenen Jahren intensiv mit verschiedenen Apfeltriebsucht-resistenten Unterlagenselektionen für den Apfelanbau beschäftigt. Die Wissenschaftler der Staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt AgroScience in Neustadt berichteten über anlaufende Versuche zum Test dieser Unterlagen in der Praxis. Projektmitarbeiter des Versuchszentrums Laimburg haben über die an der Laimburg laufenden Forschungsprojekte zur Apfeltriebsucht informiert.

2012 ist an der Laimburg das Forschungsprojekt APPL 2.0 gestartet worden, das in den nächsten Jahren weitere wichtige Erkenntnisse über die Krankheit liefern soll. Dazu gehört die Frage, wo und wann die Überträger auftreten, ob es neben den bisher bekannten noch weitere Überträger gibt, wie der Erreger in der Pflanze die Symptome auslöst und ob es unterschiedlich aggressive Erregertypen gibt. Ein Schwerpunkt der Forschung im Projekt „APPLClust“ widmet sich der Frage, welche Faktoren zum gehäuften Auftreten der Krankheit im Burggrafenamt und unteren Vinschgau führen.