Südtiroler Landwirt, Seniorenvereinigung | 17.07.2014

Seit 25 Jahren an der Seite der älteren Menschen

Mit dem Ziel, die Situation der Bauernrentner zu verbessern, wurde vor 25 Jahren die „Vereinigung der Bauernrentner“ gegründet. Heute beschäftigt sich die „Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund“ mit gesellschaftlichen Themen und ist Interessenvertreterin der bäuerlichen wie auch der nicht-bäuerlichen Senioren. von Renate Anna Rubner

Rund 500 Funktionäre und Mitglieder haben in Kematen am Ritten das 25-jährige Bestehen der Seniorenvereinigung gebührend gefeiert.

Rund 500 Funktionäre und Mitglieder haben in Kematen am Ritten das 25-jährige Bestehen der Seniorenvereinigung gebührend gefeiert.

Am 16. Juni 1989 fand im Kulturheim Gries in Bozen die erste Jahresversammlung der „Vereinigung der Bauernrentner“ statt. Bereits im Jahr davor, am 29. August 1988, war sie gegründet worden – nach der Südtiroler Bauernjugend und der Südtiroler Bäuerinnenorganisation als dritte bäuerliche Organisation unter dem Dach des Südtiroler Bauernbundes. „Mit der Gründung sollten die Rechte der Renteninhaber gestärkt, ihre Interessen gezielter vertreten und damit die Situation der Bauernrentner insgesamt verbessert werden“, erklärte Gottfried Oberstaller, Landespräsident der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund am Samstag, 12. Juli im „Ansitz Kematen“ in Klobenstein am Ritten. Er dankte den Gründerinnen und Gründern für ihren Mut, ihren Einsatz und ihren Weitblick: „Sie haben die Basis für die heutige Vereinigung geschaffen.“

Dialog zwischen den Generationen wichtig
In den letzten 25 Jahren hat die Seniorenvereinigung ihr Betätigungsfeld kontinuierlich erweitert. „Die soziale Absicherung spielt
zwar noch immer eine ganz zentrale Rolle,
es rücken aber zunehmend auch andere Themen in den Mittelpunkt“, berichtete Gottfried Oberstaller.
Die Ziele der Seniorenvereinigung sind u. a., den älteren Menschen Wert und Würde zu geben, kirchliche und weltliche Bräuche und Traditionen zu pflegen und ein respektvolles Miteinander mehrerer Generationen auf den Höfen zu fördern. Hierbei setzt die Seniorenvereinigung auf mehr Dialog zwischen den Generationen und eine stärkere Vernetzung der älteren Menschen untereinander. Festgehalten sind diese Werte im Leitbild, das sich die Seniorenvereinigung im letzten Jahr gegeben hat.

„Es hat nie Streit gegeben“
Auf dieses Leitbild wies auch Ehrenpräsidentin Maria Bertolini Koppelstätter in ihren Grußworten hin und unterstrich: „Das Leitbild der Seniorenvereinigung soll eine Hilfe für alle Menschen sein, die alt werden. Es gilt nämlich, in Würde alt zu werden und dabei dankbar dafür zu sein, was man noch alles erleben darf.“ Ehrenpräsident Johann Messner dagegen lag es am Herzen, den Zusammenhalt und das Miteinander innerhalb der Seniorenvereinigung hervorzuheben: „In der Vereinigung hat es nie Streit gegeben. Meinungsverschiedenheiten schon, aber das ist selbstverständlich. Denn unterschiedliche Meinungen und Diskussionen braucht es, weil sie die Voraussetzung für eine Weiterentwicklung sind.“ So habe sich die Seniorenvereinigung seit ihrer Gründung zwar nicht schnell, aber stetig weiterentwickelt.

Viel Lob und Anerkennung kam von den Ehrengästen, die sich mit Grußworten an die Anwesenden wandten: Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler, Erich Rottensteiner, Referent für Landwirtschaft der Gemeinde Ritten, Europaparlamentarier Herbert Dorfmann, Landesrätin Martha Stocker und Landesrat Arnold Schuler, Helmut Kritzinger, Präsident des Tiroler Seniorenbundes, und Antonio Mansueto, Präsident der Federpensionati Coldiretti.

Neben den genannten gesellschaftlichen Themen spielen auch die Gemeinschaft und das Gesellige sowie die Erholung und das Religiöse eine große Rolle in der Seniorenvereinigung. So werden u. a. Feste und Feiern, Ausflüge und Wanderungen, Urlaube innerhalb und außerhalb von Südtirol, Vorträge und Seminare zu verschiedenen Themen, Spielenachmittage sowie Wallfahrten organisiert.
Die Seniorenvereinigung richtet sich nicht nur an bäuerliche Senioren, sondern an ältere Menschen aus allen Berufen und Gesellschaftsschichten. Mit über 12.600 Senioren zählt sie zu den größten und bedeutendsten Seniorenorganisationen im Land.