Politik | 20.06.2014

Begriff „Bergerzeugnis“ jetzt geschützt

Milchprodukte, Fleisch, Honig, Olivenöl und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse dürfen bald nur noch dann als „Bergerzeugnis“ beworben werden, wenn sie bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Die genauen Regeln dazu liegen nun vor. von AgraEurope

Grünes Licht für das Label „Bergprodukt“ hat die EU-Kommission jetzt gegeben.

Grünes Licht für das Label „Bergprodukt“ hat die EU-Kommission jetzt gegeben.

Die entsprechenden Vorschriften wurden am 19. Juni im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Insbesondere müssen pflanzliche Erzeugnisse vollständig aus anerkannten Berggebieten stammen, während Nutztiere, welche die entsprechenden Produkte liefern, wenigstens zwei Drittel ihres Lebens in den Bergen verbracht haben müssen. Ferner sollte grundsätzlich wenigstens die Hälfte des Futters aus dem Gebiet stammen; abweichend gilt für Rinder ein Mindestanteil von 60 Prozent und für Schweine von 25 Prozent.

Vor dem Hintergrund, dass Berggebiete oft schwer zugänglich sind, müssen Verarbeitungsanlagen wie Molkereien oder Ölmühlen nicht in der Zone selbst angesiedelt sein, wenn die nationalen Behörden dies gestatten. Der zulässige Radius wird allerdings auf 30 km außerhalb des Berggebiets begrenzt.

Wettbewerbsvorteil für Bergbauern
EU-Agrarkommissar Dacian Cioloş begrüßte die Verabschiedung der Regeln. „Ich glaube fest daran, dass Bergbauern dadurch einen Wettbewerbsvorteil erlangen können“, betonte der Kommissar. Die Verbraucher wiederum erhielten durch die neuen Vorschriften mehr Informationen über den Mehrwert von Bergerzeugnissen.