Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 26.05.2014

Tagesmutterdienst jetzt steuerlich absetzbar

Vor kurzem hat die Steueragentur beschlossen, dass Eltern die Spesen für die Kleinkinderbetreuung bei einer Tagesmutter von der Steuer absetzen können und so bis zu 120 Euro im Jahr einsparen können.

Endlich ist der Dienst der Tagesmütter anderen Betreuungsformen gleichgestellt.

Endlich ist der Dienst der Tagesmütter anderen Betreuungsformen gleichgestellt.

Eltern, die Ihre Kinder in einem Kinderhort betreuen lassen, haben diese Möglichkeit schon seit 2005. Der italienische Staat hatte aber den Tagesmutterdienst, den es in dieser Form nur in Südtirol gibt, nicht anerkannt und gewährte deshalb bisher keinen Steuerabzug. „Lange und intensiv haben wir auf diversen Ebenen für diese Gleichstellung gekämpft“, zeigt sich Maria Hochgruber Kuenzer, Präsidentin der Sozialgenossenschaft "Mit Bäuerinnen lernen - wachsen - leben", die im ganzen Land Tagesmutterdienst anbietet, erfreut.

Bereits 2010 hat der Landtag auf Initiative von L.Abg. Maria Hochgruber Kuenzer mittels eines Begehrensgesetzentwurfes die Gleichstellung gefordert, leider hatte Rom damals den Tagesmutterdienst nicht anerkannt. Im Herbst 2013 wurde mit der Parlamentarierin Renate Gebhard ein weiterer Anlauf gestartet, welcher einen Abänderungsantrag zum Haushaltsgesetz und einen Gesetzesentwurf für die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten der Tagesmutter, vorsah.

Betreuung durch Tagesmütter endlich gleichgestellt
„Eltern, die sich für eine Betreuung bei einer Tagesmutter entscheiden, werden nun nicht mehr benachteiligt“, erklärt Maria Hochgruber Kuenzer, „Dadurch werden Familien finanziell entlastet, und es wird ein wichtiger Schritt in Richtung Vereinbarkeit Familie und Beruf gesetzt.“ Die Eltern können die Spesen im Ausmaß von 19 Prozent von der Einkommensteuer absetzen, wobei sich der Höchstbetrag auf 632 Euro beläuft, der Steuervorteil beträgt somit maximal 120 Euro.