Wirtschaft | 15.05.2014

Großes Interesse am Forsttag

Über 2000 Besucher kamen am 10. Mai zum zweiten Maschinenring-Forsttag auf den Ritten. Auf einer Fläche von 70 Hektar konnten die Besucher forstwirtschaftliche Maschinen bei ihrer Tätigkeit im Wald hautnah miterleben.

Wie im Jahr 2010 in Gummer waren auch heuer sehr viele Besucher beim Maschinenring Forsttag beim Lobishof in Oberbozen/Ritten, um den forstwirtschaftlichen Maschinen bei der praktischen Arbeit im Wald zuzusehen. Franz Tauferer, der Präsident des Maschinenring-Service, eröffnete die Veranstaltung: „Mit dem Forsttag sollen Waldbesitzer dazu motiviert werden, ihren Wald zu nutzen. Beim Forsttag sollen sie über Neuheiten informiert werden.“

Viele Formen der Holzbringung
An einem zwei Kilometer langen Parcours konnte man land- und forstwirtschaftlichen Maschinen bei der praktischen Arbeit zusehen. Bei den insgesamt 30 Stationen gab es Maschinenvorführungen zur Holzgewinnung, zur Verarbeitung und zum Holztransport. So waren vom Harvester, Forwarder, Kippmast bis zur Wandersäge so einiges dabei. Gezeigt wurde auch die traditionelle Holzbringung mit dem Pferd, die auch heute noch in der Waldarbeit zum Einsatz kommt. Außerdem konnten die Besucher auch die Arbeit mit der Stockfräse, dem Forstmulcher, Traktor mit Seilwinde und die Holzbringung mit Log-Line sehen. Als Beispiel für die Verarbeitung des Holzes kamen die Häcksler und Großhacker zum Einsatz.

Zudem waren zahlreiche Aussteller aus dem ganzen Land vertreten. Die Besucher konnten sich über land- und forstwirtschaftliche Produkte, Maschinen und Geräte informieren und beraten lassen. „Wir wollen damit zeigen, welche Maschinen auf dem Markt sind und zugleich zu mehr Sicherheit bei der Waldarbeit beitragen“, erklärte Tauferer.

Selbstversuch im Kippsimulator
Beim Forsttag ging es nämlich nicht nur um die praktische Arbeit der Maschinen, sondern auch um die Arbeitssicherheit, die beim Umgang mit den Geräten notwendig ist. So konnten die Besucher den Versuch wagen, im Kippsimulator mit Sicherheitsgurt sitzen zu bleiben. Der Kippsimulator sollte den Besuchern zeigen, wie wichtig der Sicherheitsgurt und der Überrollbügel am Traktor sind. Damit setzten die Veranstalter einen Beitrag zur Arbeitssicherheit und zeigten somit wie wichtig die Sicherheit für den Arbeiter ist.

Umfangreiches Rahmenprogramm
Sehr gut besucht waren auch die übrigen Attraktionen des Forsttages. Dazu zählten die Holzschnitzer, die Holzskulpturen mit der Motorsäge schnitzten. Drei Skulpturen wurden versteigert, der Reinerlös wurde dem Bäuerlichen Notstandsfonds gespendet. Großen Anklang fanden die beiden Schauübungen, welche die Sektion Ritten des Weißen Kreuzes, die Feuerwehr und die Bergrettung zusammen organisierten. Sie veranschaulichten, wie mögliche Unfälle in der Forstwirtschaft entstehen und wie man bei der Bergung und der Erstversorgung des Verletzten vorgeht.

Die Bilanz von Franz Tauferer ist sehr positiv: „Es ist für uns immer wieder eine Freude zu sehen, dass so viele Menschen an der Forstwirtschaft interessiert sind.“ Tauferer bedankte sich vor allem bei Heinz Ramoser, der seine Wald-, Wiesen- und Hoffläche zur Verfügung gestellt hatte. Er und seine Familie hätten einen großen Teil zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Einen Dank sprach Tauferer auch der Raiffeisenkasse Ritten und dem Südtiroler Bauernbund für ihre Unterstützung aus, sowie allen Mitwirkenden und Helfern und den Mitarbeitern des Maschinenrings.


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