Produktion | 18.04.2014

Weltweit gibt es immer mehr Äpfel

Laut einem Bericht des „The World Apple Report“ nimmt die weltweite Produktion von Äpfeln langfristig zu. von AMI

Die weltweite Apfelproduktion soll in den kommenden Jahren kontinuierlich ansteigen.

Die weltweite Apfelproduktion soll in den kommenden Jahren kontinuierlich ansteigen.

Diese Prognose basiert auf aktuellen Anbauplänen, der Zunahme der Durchschnittserträge in den vergangenen Jahren sowie ökonomischen und politischen Entwicklungen in den relevanten Anbauländern. Unvorhersehbare Ereignisse wie beispielsweise Naturkatastrophen oder gesellschaftliche Unruhen sind nicht berücksichtigt.

Westeuropa nach China auf Platz zwei
Fast die Hälfte dieser Menge wird in China produziert, die anderen 50 Prozent entfallen auf die übrigen Anbaugebiete, wobei der Schwerpunkt aufgrund der hohen Erträge in Westeuropa liegt. Für die USA wird eine Produktionsmenge von sechs Millionen Tonnen prognostiziert, Indien, Iran, Polen und die Türkei werden auf mehr als drei Millionen Tonnen geschätzt.

Moderater Flächenzuwachs ab 2015
Durch die wachsenden durchschnittlichen Erträge und die damit sinkenden Kosten pro Produktionseinheit steigt die Wettbewerbsfähigkeit von Äpfeln gegenüber anderen Früchten stark an. Zum Vergleich: 2010 lag die Produktion noch bei 10,2 Kilogramm Äpfel pro Kopf. Weltweit ist die Anbaufläche von Äpfeln in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Während 2000 noch auf 5,4 Millionen Hektar Äpfel geerntet wurden, schrumpfte die Fläche bis 2010 auf 4,75 Millionen Hektar und erreicht voraussichtlich im nächsten Jahr mit 4,72 Millionen Hektar einen Tiefpunkt. Erst ab 2015 wird wieder ein Flächenzuwachs erwartet, der allerdings sehr moderat ausfallen wird. Bis 2025 liegt die geschätzte Steigerung lediglich bei vier Prozent über der Anbaufläche 2010 und somit niedriger als zu Beginn des neuen Millenniums.

Verantwortlich für den erneuten Anstieg ist in erster Linie die Anbauentwicklung in einigen wichtigen Produktionsländern, vor allem in China in der Türkei sowie in anderen begünstigten Regionen im asiatischen Raum. Dagegen wird in Westeuropa, Nordamerika und auf der Südhalbkugel trotz erneuter Flächenausdehnung ab 2015 bis 2025 ein hoher prozentualer Rückgang der Anbaufläche im Vergleich zu 2000 erwartet.

Hektarerträge sollten deutlich ansteigen
Während also die Anbaufläche bis 2025 im Vergleich zu heute voraussichtlich nur minimal zunimmt, wird der durchschnittliche Ertrag pro Hektar deutlich anwachsen. Vor allem durch die Entwicklung neuer Anbautechnologien und -methoden steigen die Erntemengen. Bereits in der relativ kurzen Zeitspanne von 2000 bis 2010 hat sich der weltweite Durchschnittsertrag von 10,93 Tonnen pro Hektar auf 14,86 Tonnen pro Hektar um mehr als 35 Prozent vergrößert. Bis 2015 rechnet man mit einem weiteren Anstieg auf 18,22 Tonnen pro Hektar. Die Zunahme in den folgenden Jahren bis 2025 wird auf 15 Prozent geschätzt, was einem Hektarertrag von 21,09 Tonnen entspricht. Die stärksten Impulse gehen dabei erneut von China aus.