Politik | 08.04.2014

Schuler: Im Berggebiet nur aktive Bauern

Die Verteilung der Direktzahlungen an die Landwirte und die Einstufung aller Südtiroler Bauern als aktive Bauern: Diese Themen hat Landwirtschaftslandesrat Schuler mit Agrarminister Maurizio Martina am Rande der Vinitaly in Verona besprochen. von LPA - Landespresseamt

Auch wer seinen Hof im Nebenerwerb bewirtschaftet, soll als „aktiver Bauer“ eingestuft werden.

Auch wer seinen Hof im Nebenerwerb bewirtschaftet, soll als „aktiver Bauer“ eingestuft werden.

Bei der Verteilung der EU-Direktzahlungen gibt es nach der EU-Agrarreform die Unterscheidung zwischen aktiven und nicht aktiven Bauern. „Minister Martina kennt die Situation in Südtirol und weiß, dass das gesamte Gebiet als Berggebiet gilt. Es geht nun grundsätzlich darum, dass ein Bauer auch dann als aktiver Bauer eingestuft wird, wenn er – wie in Südtirol weit verbreitet – kein Vollerwerbsbauer mehr ist“, betonte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler nach dem Treffen. Das sei einerseits eine Anerkennung und auch für zusätzliche Förderungen grundlegend.

Leistungen der Bergbauern anerkennen
Besprochen wurde auch die Aufteilung der Direktzahlungen an die Landwirte. Dem Minister gehe es um die grundsätzliche Anerkennung der Leistungen der Berglandwirtschaft für das Gemeinwohl sowie für die Erhaltung der Landschaft. „Erstmals soll in der italienischen Politik eine Differenzierung vorgenommen werden, um das anzuerkennen: Dies ist genau auf die Situation in Südtirol zugeschnitten“, unterstrich Schuler. Er sei zuversichtlich im Hinblick auf weitere Verhandlungen, die Ende Mai abgeschlossen werden sollen.

An den Gesprächen im Rahmen der Weinfachmesse Vinitaly haben neben Landesrat Schuler und Minister Martina auch der Landwirtschaftslandesrat des Trentino Michele Dallapiccola und die Landwirtschaftsassessoren von Friaul-Julisch Venetien Sergio Bolzonello sowie des Veneto Franco Manzato teilgenommen.