Produktion | 08.04.2014

Bienensterben: EU-Kommission gibt Entwarnung

Das Bienensterben in den Ländern der EU ist nicht so dramatisch wie angenommen. Das geht aus einer aktuellen Studie der EU-Kommission hervor.

Das Bienensterben ist in der EU nicht so verbreitet wie befürchtet.

Das Bienensterben ist in der EU nicht so verbreitet wie befürchtet.

In der Studie „Epilobee“ über die Honigbienenpopulation in der EU, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurde, konnten große Unterschiede bei der Sterblichkeit in den 17 untersuchten EU-Mitgliedstaaten beobachtet werden. So gibt es eine hohe Mortalität von über 20 Prozent in Belgien, dem Vereinigten Königreich und in den skandinavischen Ländern. Allerdings leben dort lediglich fünf Prozent der Bienen. Deutschland und Frankreich liegen mit einer Sterberate zwischen 10 und 15 Prozent über den Winter in der Mitte. In Italien, Spanien, Ungarn, der Slowakei, Griechenland und Litauen lag die Sterblichkeit der Insekten in der kalten Jahreszeit unter zehn Prozent.

Verbot von Neonicotinoiden bleibt aufrecht
Die EU-Kommission hält fest, dass es um die Gesundheit der Bienen besser steht als befürchtet. Allerdings will sie Vorsichtsmaßnahmen noch nicht lockern. Dazu gehört ein Verbot von drei Neonicotinoiden und des Pflanzenschutzmittels Fipronil. "Wir werden die bestehenden Maßnahmen prüfen, aber eine Aufhebung ist zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich", erklärte der Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg.

AIZ