Produktion | 07.04.2014

Italien: Umstellung wegen Klimawandel

Der Klimawandel hat erste Auswirkungen auf den Oliven-, Wein- und Gemüseanbau in Italien gezeigt. von AgraEurope

Italien Olivenbauern müssen mit den Folgen des Klimawandels erst noch leben lernen.

Italien Olivenbauern müssen mit den Folgen des Klimawandels erst noch leben lernen.

Laut dem Bauernverband Coldiretti sind die Anbaugebiete für Oliven „quasi in die Nähe der Alpen“ gerückt. In der Poebene werde heute etwa die Hälfte der gesamtitalienischen Ernte an Tomaten und Hartweizen für die Nudelproduktion angebaut. Die veränderten Temperaturen verschöben nicht nur die Anbauregionen, sondern modifizierten auch die Umweltbedingungen für die Reifung von traditionellen Fleisch- und Käseprodukten sowie für die Weinherstellung.

Vegetationsverlauf ist bereits gestört
Coldiretti warnt bereits vor dem Aussterben traditioneller regionaler Produkte in Italien, die ihre spezifischen Eigenschaften ausschließlich oder überwiegend aus den geographischen Verhältnissen und lokalen Verarbeitungstechniken ableiteten. Italien müsse sich bereits heute mit häufigen Wetterextremen, Verschiebung der Jahreszeiten, kurzen Starkregenereignissen und Problemen in der Wasserversorgung auseinandersetzen. Der Winter in diesem Jahr sei der zweitwärmste in den vergangenen zwei Jahrhunderten gewesen, berichtet die Coldiretti. Der Vegetationsverlauf der Kulturen sei bereits gestört, Erntezeiten könnten nicht prognostiziert werden