Förderungen, Betriebsberatung | 07.04.2014

Förderungen nach dem Beitragsstopp

Nach dem Stopp der Landesregierung für einige Förderungsmaßnahmen sind eine Reihe von Fragen aufgetaucht.

Auch für Scheibenmäher nimmt die Landesverwaltung derzeit keine Fördergesuche mehr entgegen. (Foto: Novadisc)

Auch für Scheibenmäher nimmt die Landesverwaltung derzeit keine Fördergesuche mehr entgegen. (Foto: Novadisc)

Die Landesregierung hat bekanntlich ab 25. Februar mehrere Beiträge in der Landwirtschaft zeitweilig aufgehoben. In der täglichen Praxis sind einige Fragen aufgetaucht, die an dieser Stelle beantwortet werden. 

  • Wohnhausförderung in der Landwirtschaft: Sofern der Antragsteller eine gültige Baukonzession hat, die vor dem 26. Februar ausgestellt wurde, kann er um einen Beitrag für die bäuerliche Erstwohnung ansuchen. Landwirte, die erst später eine Baukonzession erhalten, müssen warten, bis die neuen Förderungsrichtlinien in Kraft treten, voraussichtlich bis zum Sommer 2014.
  • Beiträge für die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sind ausgesetzt. Es kann nur mehr für zinsbegünstigte Darlehen angesucht werden. Da sich die zuschussfähigen Kosten aber auf 400.000 Euro belaufen müssen, dürfte diese Möglichkeit nur mehr für wenige Einzelbetriebe interessant sein.
  • Beiträge oder zinsbegünstigte Darlehen für Mähmaschinen: Der ansuchende Betrieb muss statt über 1 ha mindestens über 2 ha Wiese verfügen.
  • Beiträge und geförderte Darlehen für Maschinen für die Heuwerbung – das betrifft z.B. Heuschwader, Heuschieber, Bandrechen, Heuwender, Scheibenmäher – sind ausgesetzt. Es kann nicht mehr angesucht werden.
  • Beiträge für Traktoren, Transporter und zweiachsige Mähgeräte (Mähtrac) sind ausgesetzt. Betriebe mit Grünland-, Acker- und Ackerfutterbau können um zinsbegünstigte Darlehen ansuchen. Für die Gewährung von Darlehen wurde die Obergrenze der maximal anerkennbaren Kosten auf 80.000 Euro angehoben. 80 Prozent davon können als Darlehen gewährt werden, daher wird ein zinsbegünstigtes Darlehen bis maximal 64.000 Euro gewährt.
  • Jegliche zinsbegünstigte Darlehen für Maschinen im Obst-, Wein und Gemüsebau wurden ausgesetzt.
  • Bei Heukrananlagen können Viehbetriebe noch um zinsbegünstigte Darlehen ansuchen. Die Obergrenze der maximal anerkennbaren Kosten beträgt für Scheunenkrananlagen 25.000 Euro.

Im Laufe des Jahres 2014 werden neue Kriterien für die verschiedenen Förderungen ausgearbeitet: Die neuen Förderkriterien für den Bereich Wohnbau sollen bis Mitte 2014 in Kraft treten, jene für die restlichen Förderbereiche innerhalb Jahresende 2014.

Bei Fragen können sich Landwirte an die Bezirksämter der Abteilung Landwirtschaft, an die Zentralämter der Abteilung Landwirtschaft in Bozen oder an die Abteilung Betriebsberatung des Südtiroler Bauernbundes (Tel. 0471 999421) wenden.

Ein aktuelles Merkblatt zum Thema gibt es hier.