Produktion | 27.03.2014

Durchschnittliche EU-Obsternte 2013

Jetzt liegen die Zahlen vor: Die EU-Länder blicken auf eine durchschnittliche Obsternte 2013 zurück. Allerdings waren die Entwicklungen bei den verschiedenen Obstarten unterschiedlich. von AMI

Die von vielen befürchtete Rekordernte ist in den Apfelwiesen der EU ausgeblieben. (Foto: VOG/Frieder Blickle)

Die von vielen befürchtete Rekordernte ist in den Apfelwiesen der EU ausgeblieben. (Foto: VOG/Frieder Blickle)

Obwohl das lange und kalte Frühjahr im Jahr 2013 in einigen Ländern der EU-28 bei verschiedenen Obstarten Ausfälle verursacht hat, fiel die Obsternte nach der schwachen Ernte in 2012 wieder durchschnittlich aus. Nach einer AMI-Schätzung dürften 37,9 Millionen Tonnen Frischobst aus dem erwerbsmäßigen Anbau im Jahr 2013 in der EU-28 produziert worden sein.

Mehr Äpfel, aber keine Vollernte

Die 28 Mitgliedsländer der EU produzierten 2013 rund 10,5 Millionen Tonnen Äpfel, das sind vier Prozent mehr als 2012. Eine Voll- bzw. Rekordernte, die nach den massiven Ertragsausfällen in 2012 befürchtet wurde, wurde aber nicht erreicht.

Die westeuropäischen Regionen klagten mehrheitlich über die kühle und regenreiche Witterung während der Blüte und zum Zeitpunkt des Fruchtansatzes, was sich in vielen Ländern negativ auf die Erntemenge auswirkte. Deutschland und Österreich melden mit noch größeren Defiziten die geringste Ernteerwartung der vergangenen zehn Jahre. Kompensiert wird das kleinere Angebot in den Grenzen der alten EU-15 durch höhere Erträge in Polen und Tschechien.

Bei Birnen schlugen die ungünstigen Witterungsverhältnisse in der ersten Jahreshälfte 2013 ebenfalls auf das Erntevolumen durch. Nach der sehr schwachen Ernte im Jahr 2012 fiel die EU-Ernte 2013 mit 2,33 Millionen Tonnen zwar um 22 Prozent größer aus als 2012, letztendlich handelte es sich aber nur um eine schwache durchschnittliche Ernte.

Überdurchschnittliches Angebot an Erdbeeren

Das Angebot an Erdbeeren war 2013 in den Ländern der EU-28 mit 1,137 Millionen Tonnen überdurchschnittlich groß. Denn nicht nur in Spanien, sondern auch in Polen, den beiden größten Produzenten innerhalb der EU, übertraf die Ernte 2013 das Vorjahresniveau. Anders sieht es in Italien aus. Mit 110.000 Tonnen war die Erdbeerernte hier letztendlich um fast ein Fünftel kleiner als 2012.