Produktion, Politik | 25.03.2014

Biolandbau: EU-Kommission will schärfere Kontrollen

Die EU-Kommission will den Betrug mit Bioprodukten unbedingt vermeiden und Kontrollen in einer neuen Verordnung deshalb verschärfen. von AIZ

Das enorme Wachstum mache den Biosektor für Betrug anfälliger, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in Brüssel. Die biologische Landwirtschaft sei inzwischen keine Nische mehr und müsse deshalb in Teilen besser geregelt werden. Die EU-Kommission legte einen Vorschlag für eine neue EU-Bioverordnung vor, der in den kommenden Monaten im EU-Agrarministerrat und im Europaparlament beraten wird.

Danach sollen die Kontrollen vor allem im Handel und bei den Verarbeitern von Bioprodukten verschärft werden. „Wir werden dort vermehrt kontrollieren, wo die Risiken von Unregelmäßigkeiten am größten sind“, erklärte Ciolos. Einheitliche Regeln für die Ausnahmen sollen den Wettbewerb zwischen Biobetrieben in der EU auf eine ausgeglichene Grundlage stellen.

Die Agrarminister einiger EU-Mitgliedstaaten äußerten sich gleich skeptisch zum Vorschlag. Österreich, Deutschland und die Niederlande befürchten zusätzliche Verwaltung für die Biobetriebe. Der Kommissions-Vorschlag für die überarbeitete EU-Bio-Verordnung wird nun vom EU-Ministerrat und dem Europäischen Parlament diskutiert. Der neue Rechtsrahmen soll voraussichtlich 2017 in Kraft treten.