Südtiroler Bauernjugend | 19.03.2014

„Lokale Kreisläufe stärken“

Immer wieder lädt die Südtiroler Bauernjugend Gäste ein um mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren. Kürzlich war Landesrat Arnold Schuler bei der Sitzung der SBJ-Landesleitung zu Gast.

Zwei Punkte waren der Südtiroler Bauernjugend besonders wichtig: Die landwirtschaftlichen Produkte müssen stärker in den Mittelpunkt gerückt werden und der „Besenwuchs“ muss weiterhin intensiv erforscht werden. Er ist für den Obstbau nach wie vor ein großes Problem.

Positiv bewertet die Bauernjugend die Verabschiedung der neuen europäischen Ausschreibungsrichtlinie. Die öffentlichen Auftraggeber erhalten hier mehr Spielräume als bisher, denn zukünftig werden Aufträge nach dem Prinzip des wirtschaftlich günstigsten Angebots vergeben. Mit in der Richtlinie enthalten sind auch die Transportwege als Vergabekriterium. „Damit ergibt sich die Chance, dass auch bei großen Ausschreibungen lokale Produkte und lokale Kreisläufe gestärkt werden. Das wäre für uns endlich ein sichtbarer Mehrwert“, betont SBJ-Landesleiterin Christine Tschurtschenthaler. Die Südtiroler Bauernjugend forderte Schuler dazu auf die europäische Richtlinie durch ein Landesgesetz zu übernehmen und ein eigenes Ausschreibungsgesetz daraus zu machen. Dem will der Landesrat nun nachkommen. „Erste Schritte in diese Richtung wurden bereits eingeleitet“, betont Schuler.

Auch, dass der Besenwuchs ein großes Problem für die Obstwirtschaft ist, hat die Bauernjugend beim Treffen erneut bekräftigt. „Wir sorgen uns hier sehr um die Zukunft, denn es gibt noch immer mehrere Zonen, in denen das Problem akut ist. Hier müssen alle an einem Strang ziehen und eng zusammenarbeiten“, unterstreicht Dosser.