Internationales | 12.03.2014

Greening: EU-Kommission stellt Details vor

In Sachen Greening-Auflagen haben Europas Landwirte jetzt mehr Klarheit. Die Europäische Kommission hat ihre Vorschläge für Detailregelungen zur EU-Agrarreform vorgestellt. von AgE

Unter anderem bleibt es den Mitgliedstaaten überlassen, welche Kulturen auf Vorrangflächen angebaut werden können und auf welche Weise – also mit oder ohne Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger. Allerdings müssen die nationalen Behörden nachweisen, dass der Anbau die Biodiversität erhöht.

Im Bezug auf Junglandwirte, die den Hof schrittweise von ihren Eltern übernehmen, pocht die Kommission darauf, dass sie tatsächlich an der Betriebsleitung beteiligt sein müssen. Dann steht ihnen die volle Sonderförderung unter der Ersten Säule zu. Dies gilt nicht bei einer Beteiligung nur auf dem Papier, während praktisch weiter beispielsweise der Vater den Betrieb leitet. Hinsichtlich des aktiven Landwirts wird nach Auskunft der Kommission sichergestellt, dass Betriebe mit Landtourismusangeboten ihre Förderfähigkeit nicht extra nachweisen müssen.

Rat und Europaparlament haben jetzt vorerst zwei Monate Zeit, die Texte in Augenschein zu nehmen. Verstreicht diese Frist ohne Einspruch, gelten die sogenannten delegierten Rechtsakte als verabschiedet und werden im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Rat oder Parlament können einen Aufschub von zwei zusätzlichen Monaten verlangen - dies erscheint wegen der nahenden Europawahl im Mai jedoch unwahrscheinlich.