Steuerberatung | 11.03.2014

Kunden- und Lieferantenlisten

Den Einwänden des Bauernbundes zum Trotz hat der Staat die Pflicht der Mitteilung an die Finanzverwaltung nun doch auch für befreite Landwirtschaftsbetriebe wieder eingeführt.

Innerhalb 22. April 2014 müssen der Finanzverwaltung sämtliche Ausgangs- und Eingangsrechnungen und außerdem Umsätze an Endverbraucher über 3600 Euro des Steuerjahres 2013 mitgeteilt werden. Diese Verpflichtung ist nun doch wieder für befreite Landwirtschaftsbetriebe eingeführt worden. Alle Anstrengungen des Südtiroler Bauernbundes und der Südtiroler Parlamentarier in Rom, diese unsinnige und bürokratische Verpflichtung endgültig abzuschaffen, sind leider fehlgeschlagen.

Mehraufwand mit hohen Kosten
Da befreite Landwirtschaftsbetriebe keine MwSt.-Register führen müssen, bedeutet diese
Bestimmung einen erheblichen und ungerechtfertigten Mehraufwand. Deshalb wird im Normalfall die Strafe für die unterlassene Abgabe sogar geringer ausfallen als die Kosten
für die Erstellung. Zudem wird für die Nichtabgabe und für eine unvollständige Erklärung – z.B. wenn auch nur eine Rechnung vergessen wird, was sehr schnell passieren kann – die gleiche Strafe angewandt. Nun versuchen in Rom auch andere Parteien, diese unsinnige Bestimmung zu streichen, was hoffentlich gelingen mag.