Steuerberatung | 25.11.2013

UNICO-Steuervorauszahlung 2013

Am 2. Dezember ist die zweite oder einzige Rate der Steuervorauszahlung aus dem Vordruck UNICO 2013 für das Steuerjahr 2013 fällig. Im Sommer wurde sie erhöht und beträgt 100 Prozent der Vorjahres-Steuerschuld.

Eigentlich ist die Zahlung am 30. November 2013 fällig. Da dies ein Samstag ist, fällt die Zahlungsfrist automatisch auf Montag, 2. Dezember. Die Steuervorauszahlung ist im Sommer erhöht worden und beträgt nun 100 Prozent der Steuerschuld aus dem Steuerjahr 2012.

Welche Steuern betroffen sind
Die Steuervorauszahlung betrifft vor allem die Einkommenssteuer (IRPEF), muss aber auch für die Nettowertschöpfungssteuer (IRAP), die Vermögenssteuern auf Vermögen im Ausland (IVIE und IVAFE) und die Ersatzsteuer aus dem Pauschalverfahren für Kleinunternehmer (Minimi) geleistet werden. Für die Einheitsbesteuerung der Mieten ist ebenfalls eine Steuervorauszahlung zu leisten.
Diese beträgt 95 Prozent der Steuerschuld aus dem Jahr 2012.
Eventuelle Guthaben aus Vorjahren werden bei der Berechnung der Steuervorauszahlung nicht berücksichtigt. Dies kann dazu führen, dass man im laufenden Jahr ein Guthaben gegenüber der Finanzverwaltung haben kann, jedoch trotzdem eine Vorauszahlung für das nächste Jahr leisten muss. Zur genauen Berechnung der Steuervorauszahlung siehe Tabelle 1.

Zahlung mit Vordruck F24
Alle Steuerpflichtigen verwenden den vereinheitlichten Zahlungsvordruck F24. Über dieses Formular können Vorauszahlungen im Monat November mit nicht zurückgeforderten Steuerguthaben aus dem Vordruck UNICO 2013 verrechnet werden (z. B. zweite Rate IRAP mit einem IRPEF-Guthaben). Alle Betriebe mit Mehrwertsteuernummer sind verpflichtet, die Steuerzahlungen über den Vordruck F24 in telematischer Form vorzunehmen. Der Südtiroler Bauernbund bietet seinen Mitgliedern an, diese Verpflichtung mittels Dauerauftrag zu übernehmen. Andernfalls kann nicht für eine ordnungsgemäße Abwicklung der Zahlungen garantiert werden.
Der Vordruck F24 ist auch dann bei einer Bank, der Steuereinhebungsstelle oder der Post einzureichen, wenn durch die Verrechnung von Guthaben und Schuld gar keine Zahlung mit Geld vorzunehmen ist (Saldo Null), da der Finanzverwaltung diese Verrechnung auch mitgeteilt werden muss.

Reduzierung der Vorauszahlung
Die Vorauszahlung kann auf eigenes Risiko vermindert werden, falls für das Steuerjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr eine erheblich geringere Steuerschuld erwartet wird. Fällt allerdings die Vorauszahlung durch die Reduzierung auf Grund des nächsten Vordrucks UNICO zu gering aus (z. B. weniger als 100 Prozent der Steuerschuld IRPEF für das Steuerjahr 2013), müssen zusätzlich Strafen in Höhe von 30 Prozent und Zinsen bezahlt werden. Andererseits kann eine überhöhte Vorauszahlung ohne Risiko in der nächsten Steuererklärung über Vordruck F24 verrechnet werden.

Verstorbene
Ist ein Steuerpflichtiger im Laufe des Jahres 2013 verstorben, so sind die Erben nicht verpflichtet, eine Vorauszahlung für den Verstorbenen vorzunehmen. Die zweite Rate der Vorauszahlung muss nicht vorgenommen werden, falls ein Steuerpflichtiger nach Abführung der ersten Rate der Vorauszahlung verstorben ist. Wird die Zahlung trotzdem vorgenommen, können die Erben in der Steuererklärung, die sie für den Verstorbenen abfassen, die Steuervorauszahlung verrechnen.