Südtiroler Landwirt | 24.10.2013

Erntemeldung erst Mitte November

Für gehörige Verwirrung unter den Obstbauern hat ein Schreiben der Landeszahlstelle gesorgt. Es geht um die Meldung der Durschnitts-Erntemenge der vergangenen fünf Jahre zur Berechnung der Hagelversicherungsprämien samt Beiträgen. Seit Montag ist klar: Der Termin wurde auf 15. November verschoben. von Guido Steinegger

Erst die Ernte, dann die Bürokratie: Die 5-Jahres-Erntemenge ist erst Mitte November zu melden. Achtung: Nicht alle Bauern sind betroffen. (Foto: VOG, Helmuth Rier)

Erst die Ernte, dann die Bürokratie: Die 5-Jahres-Erntemenge ist erst Mitte November zu melden. Achtung: Nicht alle Bauern sind betroffen. (Foto: VOG, Helmuth Rier)

Verschiebung auf Freitag, 15. November: Mit dieser Nachricht am vergangenen Montag verschaffte Landeshauptmann Luis Durnwalder den Obstbauern zwei Wochen Zeit, um die durchschnittlichen Erntemengen der letzten fünf Jahre zur Berechnung der Hagelversicherungs-Prämien und der entsprechenden Beiträge zu melden. Somit können die meisten Bauern ihre Ernte in Ruhe abschließen.
Ausgelöst hatte die Verwirrung die Landeszahlstelle: In einem Schreiben vom 30. September hatte sie die Obstbauern aufgefordert, die Daten bis 30. Oktober abzugeben. Zum einen war das mehrere Seiten umfassende Schreiben äußerst unverständlich formuliert. Zum anderen hätte die Landeszahlstelle beim Termin mehr Rücksicht auf die Erntezeit nehmen können. Darauf wiesen der Südtiroler Bauernbund und das Hagelschutzkonsortium hin.
Erforderlich ist die Meldung, weil laut EU-Verordnung maximal die Durchschnittsernte je Produkt versichert werden kann. Als Berechnungsgrundlage dienen die Erntemengen der letzten fünf Jahre, abzüglich höchste und niedrigste Ernte. Diese ist dann mit der von der Landesverwaltung festgelegten versicherbaren Höchstmenge (Vinschgau: 6,612 Waggon/ha, restl. Land: 6,266 Waggon/ha) zu vergleichen. Nur wenn ein Bauer diese Mengen überschreitet, muss er eine Eigenerklärung abgeben! Das Hagelschutzkonsortium hat in Absprache mit dem Bauernbund selbst ein Schreiben versandt, das erklärt, was zu tun ist. Dieses Schreiben sollten die Bauern befolgen. Sollte darin als Abgabefrist der 30. Oktober genannt werden, kann dieser vernachlässigt werden: Der richtige Termin ist definitiv der 15. November.

Informationen erteilt das Hagelschutzkonsortium (Tel. 0471 256028). Dieses ist auch bei der Berechnung behilflich.