Steuerberatung | 20.09.2013

Neuer Einkommensmaßstab

Die Finanzverwaltung überprüft verstärkt die Einkommen der Steuerpflichtigen auf Grund ihrer Ausgaben und Spesen. Wer es sich leisten kann, Geld auszugeben, muss auch entsprechende Einkommen versteuern.

Foto: Thorben Wengert, www.pixelio.de

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Dabei werden Spesen für die laufende Lebensführung (Ausgaben für Miete, Strom, Telefon, Wasser, Versicherungen, Autofahrzeuge, Reisen usw.), Investitionen in Vermögen (z.B. Kauf von Immobilien, Autofahrzeugen, Wertpapieren, Lebensversicherungen) und die Bildung von Ersparnissen berücksichtigt. Erfahrungsgemäß werden Steuerpflichtige mit großen Autofahrzeugen und zahlreichen Wohnungen sowie der Ankauf von Liegenschaften genauer unter die Lupe genommen.

Der Steuerpflichtige muss der Finanzverwaltung dann erklären, mit welchen Mitteln er diese Ausgaben finanziert hat, sofern dafür das Einkommen in der Steuererklärung nicht ausreicht:

  • Pauschalierte Einkommen (z.B. landwirtschaftliche Einkommen laut MwSt.- Jahreserklärung, welche über die Katasterwerte besteuert werden)
  • Steuerfreie oder quellenbesteuerte Einkommen (z.B. Enteignungen, Beiträge)
  • Erhaltene Schenkungen oder Unterstützungen von Familienangehörigen
  • Aufnahme von Finanzierungen und Darlehen
  • Verkäufe von Immobilien

Das Steueramt fordert den Steuerpflichtigen auf, Dokumente vorzulegen und Rechtfertigungen vorzubringen. Diese Vorladung sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Es ist anzuraten, sofort zu reagieren und entsprechende Rechtfertigungsschreiben mit Dokumenten und Unterlagen beim Steueramt einzureichen. Die Bezirksbüros des Südtiroler Bauernbundes stehen für weitere Informationen und Beratungen zur Verfügung.