Südtiroler Landwirt | 19.07.2013

Kovieh-Halbjahresbilanz ist positiv

Das Südtiroler Viehvermarktungskonsortium Kovieh kann für die erste Jahreshälfte 2013 eine positive Bilanz aufweisen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 ist die Anzahl an vermarkteten Tieren deutlich gestiegen und die Preise waren insgesamt ebenfalls höher.

Auch dieses prächtige Qualitätsmilchkalb wurde im ersten Halbjahr 2013 vom Kovieh vermarktet.

Auch dieses prächtige Qualitätsmilchkalb wurde im ersten Halbjahr 2013 vom Kovieh vermarktet.

Vor allem bei den Kühen waren die Preise bei den Kovieh-Versteigerungen im ersten Halbjahr 2013 außerordentlich gut. Die Vermarktungszahlen sind in der ersten Jahreshälfte 2013 um 1.268 Tiere gestiegen. Diese Zunahme betrifft alle Kategorien.

Verkaufszahlen
Bis Ende Juni wurden 11.539 Kälber bei den wöchentlichen Kälberversteigerungen aufgetrieben. Bei den Schlacht- und Mastviehversteigerungen wurden weitere 5297 Großrinder, 2133 Kleintiere und 45 Equiden vermarktet.
Dazu kommen 121 totvermarktete Kalbinnen, Ochsen und Milchkälber, die im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprogramms verkauft werden. Dies sind insgesamt 19.135 Tiere.

Preise bei Großtieren deutlich höher als 2012
Die Preise liegen bei den Großtieren um sechs Prozent über dem Preisniveau des Vorjahres, was einer Preissteigerung von durchschnittlich 50 Euro je Tier entspricht. Ein leichter Preisrückgang von fünf Prozent ist bei den Mastkälbern zu verzeichnen.
Der deutliche Rückgang bei den Pferden ist auf die vermehrte Vermarktung von Ponys und Esel zurückzuführen, welche durch das geringe Gewicht auch dementsprechend niedere Erlöse erzielen.
Ein Preisminus ist bei den Kleintieren zu verzeichnen, hier ist der Grund in der Vermarktung von zahlreichen älteren Tieren zu suchen.
Zu den guten Preisen bei den Rindern beigetragen hat der Umstand, dass in den Monaten Mai und Juni viele Tiere für die Bestockung der Almen von Kunden aus den Nachbarprovinzen erworben wurden.

Qualitätstiere
Jungtiere und Qualitätstiere werden bei den Schlacht- und Mastviehversteigerungen separat versteigert.
Vor allem in den Frühjahrsmonaten waren das Angebot und auch die Nachfrage sehr groß und dementsprechend gut. Neben einheimischen Metzgern suchen auch einige Fleischverarbeitungsbetriebe aus Trient die Versteigerungen regelmäßig auf, um den Bedarf an Qualitätsware abzudecken.

Export
Der Exportanteil ist im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 458 Rinder wurden direkt von Kunden aus Holland und Deutschland und 1276 Stück indirekt von Seiten einheimischer Händler exportiert.
Totvermarktung über Südtiroler Qualitätsfleisch
Im ersten Halbjahr 2013 wurden 121 Tiere über das „Südtiroler Qualitätsfleischprogramm“ vermarktet. Auch hier sind sowohl die Preise als auch die Qualität sehr gut ausgefallen. Die Vermarktungszahlen stiegen durch die Aufnahme von weiteren Metzgereibetrieben und durch das rege Interesse der lokalen Qualitätsfleischproduzenten im ersten Halbjahr um 26 Prozent an. Das regionale und rückverfolgbare Fleisch ist zurzeit beim Konsumenten sehr gefragt. Besonders freuen sich die Verantwortlichen des Kovieh darüber, dass Sternekoch Herbert Hintner bei der „Gastlichen Tafel“ in den Gassen von St. Pauls, einem Höhepunkt der Weinkulturwochen in diesem Jahr  „Südtiroler Qualitätsfleisch“ zubereiten wird.

Aktuelle Situation: Stabiler Absatz zu erwarten
Die Preissituation ist weiterhin gut. Für die nächsten Monate ist ein stabiler Absatz zu erwarten. Bei den Kälbern sind stets kleinere Preisschwankungen möglich.
Bei den Rindern können die jetzigen Preise auf Dauer kaum gehalten werden, daher muss zumindest mit einem leichten Rückgang gerechnet werden.
Schließlich möchte das Kovieh seine Lieferanten nochmals darauf hinweisen, dass in der August-Ferienwoche am 12. und 13. August keine Versteigerungen stattfinden werden. Nach dieser Pause werden die Versteigerungen wieder jeden Montag und Dienstag regulär abgehalten.