Steuerberatung | 25.06.2013

Weiterhin steuergünstig sanieren

Sowohl der Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent für Wiedergewinnungsarbeiten als auch von 55 Prozent für Energiesparmaßnahmen sind mit Gesetzesdekret verlängert worden. Anbei eine Übersicht über die Änderungen. von Ursula Holzer

Saniertes Bad als Beispiel für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden. Dafür wurde der Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent bis Jahresende verlängert.

Saniertes Bad als Beispiel für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden. Dafür wurde der Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent bis Jahresende verlängert.

Im Gesetzesdekret ist nicht nur die Verlängerung vorgesehen, sondern es wurden auch einige Änderungen vorgenommen, unter anderem eine Erhöhung des Absetzbetrages für Energiesparmaßnahmen.
Die Änderungen sind bereits am 6. Juni in Kraft getreten.

Energiesparmaßnahmen: Erhöhung von 55 auf 65 %
Der Steuerabsetzbetrag von 55 Prozent für Energiesparmaßnahmen wird auf 65 Prozent erhöht. Für alle Rechnungen, die ab 6. Juni bis einschließlich 31. Dezember 2013 bezahlt werden, kann ein Steuerabsetzbetrag von 65 Prozent beansprucht werden.
Eine längere Frist bis 30. Juni 2014 ist für Arbeiten an Gemeinschaftsteilen von Kondominien oder für Maßnahmen, die an allen Wohneinheiten des Kondominiums vorgenommen werden, vorgesehen.
Für den Austausch der Heizung durch Wärmepumpen oder durch geothermische Anlagen mit niedriger Enthalpie oder den Austausch eines traditionellen Boilers mit einem Boiler mit Wärmepumpe wurde der Steuerabsetzbetrag nicht verlängert.
Der Steuerabsetzbetrag kann weiterhin über einen Zeitraum von zehn Jahren beansprucht werden. Auch die Höchstgrenzen des Absetzbetrages für Energiesparmaßnahmen bleiben unverändert.

Wiedergewinnungsarbeiten: Absetzbetrag auch für Möbel
Auch der Steuerabsetzbetrag von 50 Prozent, der für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden beansprucht werden kann, wurde bis 31. Dezember 2013 verlängert. Alle anderen Bestimmungen und Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Absetzbeträge für Wiedergewinnungsarbeiten sind unverändert geblieben.
Hinzugefügt wurde ein neuer Absetzbetrag für Möbel. Dieser sieht vor, dass Steuerpflichtige, die den Absetzbetrag für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden in Anspruch nehmen, einen zusätzlichen Absetzbetrag von 50 Prozent für den Ankauf von Möbeln für diese sanierte Wohneinheit beanspruchen können.
Die Höchstgrenze dieses Absetzbetrages beträgt 10.000 Euro. Auch dieser Absetzbetrag wird auf zehn Jahre aufgeteilt.