Sozialberatung | 24.05.2013

Familiengesetz und?

Dieses Rahmengesetz ist mit einem Rohbau eines Hauses vergleichbar. Wie reich nun dieses ausgestattet wird, hängt von den zukünftigen Durchführungsverordnungen und von den Finanzierungsspielräumen ab.

Nach mehrmonatigen Diskussionen und Polemiken wurde non doch das Familiengesetz vom Landtag verabschiedet. Immerhin befürworten alle Seiten, dass alle Maßnahmen zur Familienförderung in einem Gesetz synthetisch zusammengefasst werden.

In der Entstehungsphase des Gesetzesentwurfes arbeitete eine externe Steuerungsgruppe mit. Dieser gehörten Vertreter verschiedener sozialen und Familienorganisationen, Sozial-Genossenschaften und – Verbände, der zuständigen Landesabteilung aber auch der Wirtschaft an. Ein Vertreter der Wirtschaft kam auch aus den Reihen des Südtiroler Bauernbundes. Dieser setze sich unter anderem ein für:

-       Die Einführung einer landesweiten Vorteilskarte, die besonders in strukturschwachen Gebieten zum tragen kommen soll;

-       Die verschiedenen Familiengelder zusammenzulegen, um diese überschaubarer und effizienter zu machen;

-       Die Nutzung von bestehenden und lehrstehenden Räumlichkeiten für Sozial und Familieneinrichtungen, um der Verbauung von Kulturgrund entgegenzuwirken;

-       Steuerliche Erleichterungen auf Landes- und Gemeindeebene;

-       Die Wahlfreiheit der Eltern hinsichtlich der Betreuung ihrer Kinder, wobei diese gleichwertig zu unterstützen und zu fördern sind;

-       Teilnahme an den zukünftigen Ausarbeitungen der Detailbestimmungen, sei es über die noch aufrechte Steuerungsgruppe als auch über dem vom Familiengesetz eingeführten Familienbeirat.

Nun hängt es beim Familienbeirat und von den einzelnen Interessenvertretern ab, dass alle Maßnahmen gebührend beachtet und wo nötig unterstützt werden. Diese Aufgabe fällt somit auch auf den Südtiroler Bauernbund zu.