Marketing | 05.05.2013

UaB - Neuregelung: Kein Grund zur Aufregung

Fünf statt bisher maximal vier Ferienwohnungen und acht statt bisher sechs Gästezimmer - und alles nur in bereits bestehender Kubatur. Das sieht ein Entwurf der Landesregierung vor. Kritik dafür kommt von HGV-Präsident Walter Meister, für den Südtiroler Bauernbund ist diese nicht angebracht.

Bereits 2011 haben der Südtiroler Bauernbund und der Verband der Privatvermieter Südtirols gemeinsam einen Antrag um eine geringfügige Erhöhung der Zimmer- bzw. Wohnungsanzahl eingebracht. Viele neue Ferienwohnungen oder Gästezimmer dürften in den nächsten Jahren, sofern die Neuregelung genehmigt wird, eh nicht entstehen, ist der Südtiroler Bauernbund überzeugt. „Beim Urlaub auf dem Bauernhof haben wir viele Betriebe mit zwei oder drei Ferienwohnungen. Diese hätten bereits bisher auf vier Wohnungen aufstocken können, haben es aber nicht getan und werden es auch in Zukunft nicht tun. Daher sei die Neuregelung nur für Betriebe interessant, die bereits vier Wohnungen vermieten“, erklärt SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler. Zudem gebe es eine große Einschränkung, die vom Südtiroler Bauernbund selbst vorgeschlagen wurde. „Die eventuelle neue Ferienwohnung oder die zwei neuen Zimmer dürfen nur in bereits bestehender Kubatur verbaut werden. Neue Kubatur ist nicht erforderlich“, so Tiefenthaler. Auch sehe er keine direkte Konkurrenz zu den Ein- und Zwei-Sterne-Betrieben. „Die Bauernhöfe sprechen eine ganz spezielle Kundengruppe an. Der Urlaub auf dem Bauernhof ist daher keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung des touristischen Angebots“, präzisiert Tiefenthaler. Nicht gelten lässt Tiefenthaler den Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs. „Die Urlaub auf dem Bauernhof-Betreiber und die Privatvermieter müssen sich dem Wettbewerb um die Gäste genauso stellen wie alle anderen auch. Zudem sind die Gäste heute deutlich anspruchsvoller als früher. Auch gelten für den Urlaub auf dem Bauernhof und die Privatvermieter strenge Regeln, die es einzuhalten gilt“. Obmann Leo Tiefenthaler und die Präsidentin des Verbandes der Privatvermieter Esther Mutschlechner hoffen nun, dass die Neuregelung genehmigt wird. „Für die Nichtgewerblichen, die „Kleinen“ im heimischen Tourismus, ist die Vermietung eine Möglichkeit, ein Einkommen zu Hause und für später eine Rente zu erwirtschaften und gleichzeitig die Familie zu betreuen“, erklärt Esther Mutschlechner.