Bauernbund | 22.01.2013

Man erntet, was man sät

Unter diesem Motto fand die heurige Klausurtagung der Landesführung und der Bezirksbäuerinnen im Naturhotel Lüsnerhof statt. Wichtige Themen: Berufsbild Bäuerin, Mitsprache in der Politik, moderne Kommunikationsmittel

Man könnte auch sagen: man erntet nichts, wenn man sich nicht auf den Weg macht und Samen setzt - in der Hoffnung, dass viele aufgehen werden und dem Wissen, dass nicht jeder Samen auch Früchte tragen wird. Unter diesem Aspekt wurde Rückblick gehalten, welche Samen der vergangenen Jahre Früchte getragen haben, und wie man mit diesen jetzt umgehen will. Zudem wurde auch nachgedacht, welche Samen man in Zukunft setzten will.

Offiziell Berufsbild Bäuerin schaffen
Großes Thema dabei war, am Berufsbild Bäuerin weiterzuarbeiten und damit offiziell den Beruf Bäuerin zu schaffen. Für Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer ist dies notwendig: „Dies ist wichtig, um einerseits das Berufsbild Bäuerin vor allem für junge Frauen attraktiv zu machen und andererseits die Bäuerin abzusichern, in finanzieller und rechtlicher Hinsicht“. Stark diskutiert wurde auch die Positionierung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation in Zukunft. Als größte Frauenorganisation Südtirols habe sie einen Auftrag, den man gerecht werden wolle, so die Landesbäuerin. Das bedeutet vor allem, dass man sich weiterhin politisch einbringen will, um die Anliegen der Mitglieder weiterzutragen. Auch wolle man in Zukunft verstärkt auf moderne Kommunikationsmittel setzten, um Mitglieder auf den Laufenden zu halten.

Balance im Leben halten
Viele Ziele sind mit viel Arbeit verbunden. Aus diesem Grunde war Vitaltrainerin Monika Engl bei der Klausurtagung mit dabei. In ihrem Vortrag „Lebens Werte Balance“ sprach sie, wie wichtig es ist, in den Bereichen Körper, soziale Netzwerke, Arbeit, materielle Sicherheit und Werte Balance zu halten. Visuell konnten die Teilnehmer ihr Lebensrad aufzeichnen und dadurch genau erkennen, auf welchen Bereich sie in Zukunft verstärkt achtgeben wollen.
Der langjährige Unternehmensberater Christian Harrasser gab den Bäuerinnen wichtige Werkezuge mit in die Hand, um die Ziele auch in Zukunft zu erreichen. Nach vorne schauen ist wichtiger als zurück; daher habe das Auto auch eine größere Frontscheibe als Rückspiegel, so einer der klugen Ratschläge des Unternehmensberaters bei der Klausurtagung.
Gestärkt und mit viel neuer Motivation gingen die Teilnehmerinnen nach zwei Arbeitsintensiven Tagen nach Hause. Ganz nach Goethe, der schrieb: „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß“. 


Bild: Zum ersten Mal war bei der Klausurtagung der Landesführung und der Bezirksbäuerinnen auch eine Stellvertreterin aus jedem Bezirk mit dabei.