Steuerberatung | 01.01.2013

Aufwertung Baugrund

Mit dem kürzlich veröffentlichten Stabilitätsgesetz 2013 ist die Möglichkeit zur Aufwertung von Baugründen und Bauerwartungsland erneut eröffnet worden. Es handelt sich mittlerweile um die achte Neuauflage des Gesetzes. Die Aufwertung von Baugründen ist eine einmalige Gelegenheit, um im Einzelfall eine Menge an Steuern zu sparen.

Innerhalb 1. Juli 2013 muss ein Ingenieur, Geometer, Architekt, Agronom u.ä. eine beeidigte Schätzung des Wertes zum 1. Jänner 2013 vornehmen. Die Kosten für die Schätzung erhöhen den anrechenbaren Anfangswert. Die Aufwertung kann nur von natürlichen Personen, Einfachen Gesellschaften und nicht gewerblichen Körperschaften (z.B. Interessentschaften) beansprucht werden, welche eine Liegenschaft zum Zeitpunkt der Schätzung auch besitzen. Außerdem muss die Schätzung jedenfalls vor der Übertragung der Liegenschaft erfolgen. Innerhalb 1. Juli 2013 ist eine Ersatzsteuer in Höhe von 4 Prozent für die direkten Steuern zu bezahlen, welche auch auf drei Raten mit einem Zinsaufschlag von 3 Prozent aufgeteilt werden kann (Fälligkeiten 01.07.2013, 30.06.2014 und 30.06.2015).
Die Ersatzsteuer kann mit der Ersatzsteuer aus vorangegangenen Aufwertungen verrechnet werden. Voraussetzung ist, dass die betroffenen Flächen übereinstimmen. Bei der Verrechnung darf kein Guthaben entstehen.

Der Vorteil der Aufwertung liegt darin, dass durch die steuerliche Wertangleichung der Veräußerungsgewinn entfällt und demnach die Steuer im Falle einer künftigen Veräußerung (oder auch Enteignung) wesentlich vermindert wird (4 Prozent Ersatzsteuer anstelle von ca. 20 Prozent direkte Steuern).

Die Aufwertung empfiehlt sich demzufolge im Besonderen:
- für einen Baugrund mit geringem Anfangswert
- bei Enteignung eines Baugrundes
- beim Tausch eines Baugrundes
- im Falle von Bauerwartungsland