Bauernbund | 08.11.2012

„Nahversorgung schafft und garantiert Arbeitsplätze in der Peripherie“

hds unterstützt Maßnahmenkatalog des Bauernbundes gegen die Abwanderung

Über 500 Menschen sind in den 13 abwanderungsgefährdeten Gemeinden im Einzelhandel beschäftigt

Der hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol unterstützt das vor kurzem vom Bauernbund vorgestellte Maßnahmenkatalog, um der Abwanderung aus dem ländlichem Raum bzw. aus Berggebieten entgegenzuwirken. „Wir sind bereit, in der vom Bauernbund vorgeschlagenen Plattform zur Koordination und Überwachung der Maßnahmen mitzuwirken. Handel und Dienstleistungen sind wesentliche Faktoren einer gesunden Entwicklung von peripheren Gemeinden“, erklärt hds-Direktor Dieter Steger.

Der hds spricht sich für eine deutliche Unterstützung der Nahversorgung in den abwanderungsgefährdeten Gemeinden aus und fordert die öffentliche Verwaltung auf, kleine Handels- und Familienbetriebe zu fördern. „Dadurch, dass der Einzelhandel in Südtirol kapillar in allen Gemeinden, Tälern und Bezirken ausgeübt wird, schaffen und garantieren die knapp 7000 Einzelhandelsbetriebe qualifizierte Arbeitsplätze und Lehrstellenplätze direkt vor Ort“, betont der hds-Direktor. Viele Menschen würden noch in ihrer Heimatgemeinde oder in der Nähe einen Arbeitsplatz finden und müssten nicht weite Strecken auf sich nehmen, um zur Arbeit zu fahren.

„Die Präsenz von Arbeitsplätzen vor Ort ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Lebensqualität erhalten bleibt und die Bevölkerung nicht abwandert“, so Steger. Allein in den von der Abwanderung bedrohten 13 Südtiroler Gemeinden sind weit über 500 Menschen im Einzelhandel beschäftigt.

„Zu den Besonderheiten des Südtiroler Einzelhandels gehören auch die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Familienbetrieben und damit die große Anzahl von mitarbeitenden Familienmitgliedern. Wenn man bedenkt, wie viele Familien, Mitarbeiter bzw. Arbeitsplätze damit zusammenhängen, ist es umso wichtiger, diese Struktur nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu entwickeln“, meint Dieter Steger.

Für abwanderungsgefährdete Bergdörfer und Fraktionen sollte es zudem aus Gründen der Versorgungssicherheit keine Limitierung bei den Sonntagsöffnungen der Geschäfte geben. Hier sollten die Bürgermeister die Anzahl der notwendigen Sonntagsöffnungen frei festlegen können, allerdings nur vormittags, so der hds abschließend.


hds-Pressemitteilung