Bauernbund | 18.09.2012

Konsumentenschutz nun auch für Kleinstunternehmen

Bisher waren nur Privatpersonen gegen unlautere Handelspraktiken rechtlich geschützt. Die Regierung Monti hat nun einen Teil des Konsumentenschutzes auch auf Kleinstunternehmen ausgedehnt. Der Südtiroler Bauernbund hatte mehrmals in Rom interveniert und einen besonderen Schutz auch für Einzel- und Familienbetriebe gefordert.

Immer wieder waren in der Vergangenheit Kleinstunternehmer Opfer von unfairen, betrügerischen und irreführenden Handelspraktiken. Doch während private Konsumenten zu Recht besonders geschützt waren, gab es für Einzel- und Familienbetriebe keinen ausreichenden Schutz.
Nun sind auch Einzel- und Familienbetriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern und einem Umsatz von bis zu 2 Millionen Euro im Jahr besser geschützt. „So müssen die vom Verkäufer angepriesenen Eigenschaften eines Produktes in jedem Fall der Wahrheit entsprechen. Zudem muss der Verkäufer den Käufer auf eventuelle Gefahren eines Produktes oder einer Maschine hinweisen. Ansonsten gibt es Sanktionen“, freut sich Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler. Der SBB hatte wiederholt in Rom interveniert und auf diese gesetzliche „Lücke“ hingewiesen, die nun mit dem Liberalisierungsdekret und dem Dekret „Salva Italia“ geschlossen wurde. „Es war höchste Zeit, einen Teil des Konsumentenschutzes auch auf alle Kleinstunternehmer, egal ob Bauern, Handwerker, Kaufleute, Touristiker oder Dienstleister auszudehnen – auch weil die Europäische Kommission bereits 2011 Italien dazu aufgefordert hatte“, so Tiefenthaler.