Bauernbund | 28.08.2012

Wirtschaftsförderung: Bauernbund stimmt Land zu

Um der kriselnden Baubranche unter die Arme zu greifen, plant die Landesregierung neue Fördermöglichkeiten bei der Sanierung bestehender Bausubstanz. Zustimmung für diesen Vorschlag kommt vom Südtiroler Bauernbund, der sich seit Jahren für eine bessere Nutzung von Bestandsvolumen einsetzt.

Erst kürzlich hat der Südtiroler Bauernbund im Rahmen einer Pressekonferenz auf den „Flächenfraß“ in Südtirol hingewiesen und kritisiert, dass täglich die Fläche eines Fußballfeldes verbaut wird. „Sanieren statt neu bauen“ lautete damals eine der Maßnahmen des Südtiroler Bauernbundes zur Flächensicherung.
„Nun scheint die Landesregierung diesen Vorschlag umsetzen zu wollen. Mit gezielten Fördermaßnahmen soll ein Anreiz zur Sanierung bestehenden Bauvolumens geschaffen werden. Damit wird bestehender Wohnraum, der zum Teil seit Jahren leer steht und vernachlässigt ist, einer sinnvollen Nutzung zugeführt. Gleichzeitig werden dadurch weniger Wohnbauzonen benötigt und so viel wertvoller Kulturgrund eingespart“, freut sich Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Zudem würde der Vorschlag der Landesregierung sowohl die Interessen der Bauwirtschaft als auch jene der Bauern berücksichtigen.
Tiefenthaler hofft weiters, dass zukünftig auch die Sanierung wertvoller bäuerlicher Bausubstanz stärker gefördert wird. „Jeder will, dass schöne alte Bauernhöfe erhalten bleiben. Wenn es aber um eine Unterstützung dieser oft sehr teuren Sanierungen geht, sind konkrete Vorschläge bisher ausgeblieben. Der Südtiroler Bauernbund hofft, dass auch für die Sanierung von alten Bauernhöfen effiziente Förderungsmöglichkeiten vorgesehen werden“, sagt Tiefenthaler. Denn auch davon würden die Bauwirtschaft und das Landschaftsbild profitieren.