Bauernbund | 01.08.2012

Pferdefachmann nun Lehrberuf: Ein Job pro 3,5 Pferde

Mit der Entscheidung über die neue Lehrberufsliste hat die Landesregierung auch entschieden, den Beruf des Pferdefachmanns in diese Liste aufzunehmen.

Der Entscheidung zugrunde liegen Studien, die zeigen, dass 3,5 Pferde einen Job in der Freizeitwirtschaft schaffen. Nähere Infos zur Ausbildung gibt's in der Landesdienststelle Bergbauernberatung.
Die Pferdewirtschaft führt in Südtirol schon seit einiger Zeit kein Schattendasein mehr. "In unserem Land gibt's über 7000 Pferde, die für Freizeit, Tourismus, Sport und Zucht eine große Rolle spielen", erklärt Landesrat Hans Berger. Bisher seien Pferde meist als Hobby gehalten worden, nun entwickle sich die Sparte aber zunehmend auch zu einer wirtschaftlichen Chance. "Das gilt vor allem für unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft", so Berger. Eine solche Professionalisierung bringe aber auch mit sich, dass der Bedarf an gut ausgebildeten Pferdefachkräften steige. "Es braucht Experten mit dem nötigen fundierten Wissen und Können", erklärt der Landesrat.
Dieses kann man sich im Rahmen einer Ausbildung zur Pferdefachfrau oder zum Pferdefachmann aneignen, und zwar auch ohne landwirtschaftlichen Hintergrund. Die Palette der Ausbildungsinhalte reicht dabei von der richtigen Haltung von Pferden und der Futterproduktion über das richtige Präsentieren bei (Zucht)Schauen bis hin zum Reiten und Kutschenfahren. Gelernt werden diese Inhalte im Rahmen einer auf drei Jahre angelegten dualen Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb – vorzugsweise in Südtirol - sowie einer Berufsschule im deutschsprachigen Ausland.

Die detaillierten Informationen zum neuen Lehrberuf des Pferdefachmanns/der Pferdefachfrau gibt's in der Dienststelle Bergbauernberatung des Landes, und zwar persönlich (Terminvereinbarung unter 0471 415019) oder im Südtiroler Bürgernetz (www.provinz.bz.it/bergbauernberatung). Pferdebetriebe, die einen Lehrling aufnehmen möchten, können sich dagegen beim Landesamt für Lehrlingswesen (Tel. 0471416980, www.provinz.bz.it/lehrlingswesen) informieren.