Bauernbund | 06.06.2012

Gsund & guat!

Feierliche Diplomübergabe in den Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch und Haslach. 26 Bäuerinnen werden für ihren erfolgreichen Abschluss der Ausbildung „Bäuerinnen Brotzeit – gsund & guat“ ausgezeichnet.

„Der Mensch ist, was er isst“, betonte Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer in ihren Grußworten bei den beiden Abschlussveranstaltungen am vergangenen Mittwoch (30. Mai in der Fachschule Kortsch) und Donnerstag (31. Mai in der Fachschule Haslach). „Die Idee zu dieser Ausbildung ist daraus entstanden, eine Ernährungsalternative für Südtirols Betriebe und Schulen zu entwickeln. Eine Alternative, die den Gesundheitswert unserer regionalen und saisonalen Produkte am Hof in den Vordergrund stellt und nicht zuletzt der Bäuerin die Möglichkeit eines neuen, wirtschaftlichen Standbeines bietet“, so die Landesbäuerin.

In jeweils 156 Weiterbildungsstunden beschäftigten sich die Teilnehmerinnen in den beiden Fachschulen unter anderem mit Qualitätskriterien von Lebensmitteln, deren richtiger Lagerung, Verarbeitung und Hygienevorschriften. Besonderes Augenmerk wurde dabei stets auf die Inhaltsstoffe gelegt. „Fünf am Tag – eine leichte Regel, die sich jeder merken sollte: 3 Mal Gemüse und 2 Mal Obst – und schon ist unser Tagesbedarf gedeckt“, erklärt eine Absolventin in Haslach. Aber auch Kenntnisse über das richtige Marketing, die Produktpräsentation oder Preiskalkulation gehörten in das intensive Ausbildungsprogramm der Bäuerinnen. Richtige „Vitaminpakete“, wie das „Gute Laune – Müsli“, „Grünkernlaibchen“, oder „Brainfood“ – Snacks, die z.B. aus Nüssen, Leinsamen oder verschiedenen Obstsorten bestehen können, präsentierten die Absolventinnen in einem reichhaltigen und schön dekorierten „Brotzeit – Buffet“. Künftig wollen die ausgebildeten Bäuerinnen dieses Angebot an Schulen und Betriebe richten, die Wert auf bewusste, regionale und gesunde Zwischenmahlzeiten legen.

„Wir als Lebensmittelproduzenten in der Landwirtschaft haben es nicht mehr so leicht wie früher. Vieles wird hinterfragt und analysiert und viele Elemente spielen im Kopf des Konsumenten eine Rolle“, unterstrich Landesrat Hans Berger bei der Veranstaltung in Haslach Die „Bäuerinnen Brotzeit“ sei ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der darauf ausgerichtet ist, dem bäuerlichen Produkt vermehrt höheren Stellenwert zu geben, so der Landesrat. Gemeinsam mit Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer und der Landtagsabgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer überreichte der Landesrat den Absolventinnen in Haslach ihr Zertifikat.
„Wenn die Bäuerin im Betrieb eine Zukunft sieht – was auch durch das Projekt der „Bäuerinnen Brotzeit“ gefördert wird – dann schauen auch die anderen Familienmitglieder nach vorne“, freute sich auch Hochgruber Kuenzer über die gelungene Ausbildung.

Die Tatsache, dass in zwei Jahren drei Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen werden konnten, zeugt von großer Initiative und Interesse.
Zu verdanken ist dieser Erfolg nicht nur den Bäuerinnen, sondern auch der finanziellen Unterstützung von Seiten des Europäischen Sozialfonds, der guten Zusammenarbeit mit den Fachschulen und der Weiterbildungsgenossenschaft im Südtiroler Bauernbund.
Die „Bäuerinnen Brotzeit“ ist eines der acht Angebote aus der Dienstleistungspalette der Südtiroler Bäuerinnenorganisation.
Informationen unter www.baeuerinnen.it  



Bildtexte
1) Absolventinnen Bozen: Landesrat Hans Berger, Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer (2.v.r.) und Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer (1.v.r.) mit den Absolventinnen in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Haslach.
2) Absolventinnen Kortsch: Die Teilnehmerinnen mit Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer (3.v.r.), Bezirksbäuerin Vinschgau, Ingeborg Rechenmacher (2.v.r.) und Landtagsabgeordneter Maria Hochgruber Kuenzer (1.v.r.)
3) Diplomübergabe in der Fachschule in Haslach: Landesrat Hans Berger überreichte gemeinsam mit Landtagsabgeordneter Maria Hochgruber Kuenzer und Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer (2.v.r.) die Zertifikate
4) Diplomübergabe in der Fachschule in Kortsch: Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer (1.v.r) mit Landtagsabgeordneter Maria Hochgruber Kuenzer bei der Zertifikatsübergabe