Bauernbund | 14.03.2012

Waldbrandgefahr wegen anhaltender Trockenheit

Bis zum Wochenende soll die Trockenheit in Südtirol laut Landeswetterdienst weiter anhalten. Deshalb ist in Südtirol mit Waldbrandgefahr zu rechnen. Der Landesforstdienst ruft daher zu größter Vorsicht im Umgang mit offenem Feuer auf.

Die ungewöhnliche Trockenheit hält bereits seit November an. Auch im Winter hat es nur selten ergiebige Niederschläge gegeben, besonders trocken war es dabei im Süden. Im Großteil des Landes verzeichnete der Landeswetterdienst seit November nur die Hälfte der sonst üblichen Niederschlagsmenge. Am trockensten ist es derzeit an der Wetterstation in Branzoll mit gerade einmal 33 Prozent.
In Südtirol zeichnet sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine erhöhte Waldbrandgefahr ab. Der Landesforstdienst ruft die Bürger deshalb zur Mitarbeit auf. „Ausflügler sollten bei Spaziergängen durch den Wald, der durch die Trockenheit bereits in Mitleidenschaft gezogen ist, achtsam sein“, unterstreicht Paul Profanter, Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft. Besondere Vorsicht ist beim Entfachen von Feuer im Wald und Waldnähe geboten. Der Forstdienst des Landes erinnert daran, dass im Wald und in einer Entfernung von weniger als 20 Meter davon kein Feuer entzündet werden darf. Auch sorglos weggeworfene Zigarettenstummel können Brände entfachen. Beim ersten Anzeichen eines Waldbrandes ist sofort die Notrufnummer 115 zu wählen.
„Besonders zur Waldbrandgefahr beigetragen hat der lang anhaltende Nordföhn, der die Böden noch zusätzlich austrocknete“, sagt der Meteorologe Dieter Peterlin. Von Sonntag auf Montag sind lokale Niederschläge zu erwarten, flächendeckender und ergiebiger Regen ist aber auch in der nächsten Woche nicht zu erwarten, so die Prognose des Landeswetterdiensts.


LPA-Mitteilung

Foto: www.agrarfoto.com