Bauernbund | 25.08.2011

Bleibt SISTRI ein Schreckgespenst?

Kürzlich hatte es so ausgesehen, als falle das System der Rückverfolgbarkeit von Abfällen SISTRI dem italienischen Sparpaket zum Opfer. Nun mehren sich Stimmen aus Rom, dass die Abschaffung wieder rückgängig gemacht werden soll.

In den letzten Monaten hatte das „System für die Rückverfolgbarkeit von Abfällen“ (SISTRI) für Aufregung und Ärger gesorgt. Es gab massive Interventionen, auch vom Südtiroler Bauernbund. Im August hatte die Regierung SISTRI dann mittels Sparpaket außer Kraft gesetzt. Die Begründung: In Zeiten von Arbeitslosigkeit und instabiler Wirtschaftslage könnten den Unternehmen keine weiteren unsinnigen Bürokratie-Auflagen aufgebürdet werden. Allerdings muss das Parlament das Sparpaket noch absegnen und innerhalb von 60 Tagen in ein ordentliches Gesetz umwandeln, ansonsten verliert es seine Wirkung. Die Inhalte sind innerhalb der Regierungskreise aber umstritten. Und es mehren sich Stimmen aus Rom, dass die Abschaffung im Zuge der Umwandlung in ein ordentliches Gesetz wieder gestrichen werden soll.

Vorfreude verfrüht
Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler ärgert sich: „Wir werden uns – wie bereits in der Vergangenheit – mit allen Mitteln gegen SISTRI zur Wehr setzen. Dieses System bedeutet für die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe nicht nur sinnlose Bürokratie, sondern auch bedeutende Mehrkosten.“

Der Südtiroler Bauernbund ruft daher alle Verantwortlichen dazu auf, die „Wiedereinführung“ zu verhindern. Er hat bereits mit den nationalen Bauernverbänden in Rom Kontakt aufgenommen, die anderen Wirtschaftsverbände informiert und die politisch Verantwortlichen in Bozen und Rom aufgefordert, gemeinsam diese sinnlose Bürokratie ein für alle Mal zu stoppen. Landesrat Berger hat bereits Unterstützung zugesichert.



Informationen zur Entsorgung von Abfällen, zum System Sistri und einen ausgefüllten Abfallerkennungsschein als Anleitung zum Ausfüllen finden Sie hier: Downloads zu Artikel: „System SISTRI startet später“