Bauernbund | 11.01.2011

Bauernbund: Enge Zusammenarbeit mit Uni Bozen

Der Südtiroler Bauernbund und die Freie Universität Bozen haben kürzlich auf einem Treffen eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Unter anderem soll ein Beirat für den Bereich Landwirtschaft geschaffen werden.

Ziel des Beirates, der vom Universitätspräsidenten Konrad Bergmeister vorgeschlagen wurde, ist es, sich an der Entwicklung des Studienplans der Studiengänge für Landwirtschaft an der Freien Universität Bozen zu beteiligen. „Universitätsführung und Bauernbund wünschen sind optimal ausgebildete Absolventen für die heimische Landwirtschaft. Als Praktiker können wir die Studienplanung unterstützen“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler auf dem Treffen mit Präsident Bergmeister. Das gelte besonders für den Bachelorstudiengang in Agrarwissenschaften und Agrartechnologie. „Der Masterlehrgang in Fruit Science wird nicht mehr weitergeführt. Nur sechs Studenten belegen derzeit den Studiengang“, berichtete Konrad Bergmeister. Allerdings könnte ein neuer Masterlehrgang, etwa in Lebensmitteltechnologie, schon bald Realität werden.
Ausgebaut werden sollen die Tourismus-Studiengänge. „Wir brauchen sowohl einen Bachelor- als auch einen Masterstudiengang in diesem für Südtirol so wichtigen Bereich. Ein Schwerpunkt sollte dabei der Tourismus im Ländlichen Raum sein“, sagte Bergmeister.
Eine engere Zusammenarbeit mit der Uni Bozen ist bei den Diplomarbeiten geplant. „Wir haben eine Vielzahl an interessanten Themen, die die Studenten bearbeiten können. Die Ergebnisse könnten wir in unserer tagtäglichen Arbeit nutzen“, erklärte Direktor Siegfried Rinner. Um den Südtiroler Bauernbund bei den Studierenden bekannt zu machen, ist ein SBB-Tag für Studenten geplant.
Als sinnvoll erachten Tiefenthaler und Bergmeister auch eine engere Zusammenarbeit im Bereich Lebensmitteltechnologie. „Die Lebensmittelforschung sollte ein Schwerpunkt im neuen Technologiepark werden. Arbeitsgruppen aus Forschern, Anwendern und Verbandsexperten sollten die Forschungsgebiete festlegen und den Forschungsbedarf erheben“, so Konrad Bergmeister.
Von einer engeren Zusammenarbeit würden Bauernbund und Universität Bozen profitieren.