Bauernbund | 26.09.2010

UN halten an Milleniumszielen fest

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) halten an ihren Millenium-Entwicklungszielen fest und sagen dem Welthunger weiterhin den Kampf an, unter anderem mit einer gesteigerten Produktivität der Landwirtschaft in den Ländern des Südens.

Das haben rund 190 Staats- und Regierungschefs in der Abschlusserklärung des UN-Weltarmutsgipfels betont, der Anfang vergangener Woche in New York stattfand. Klare Zusagen sind in dem unverbindlichen, insgesamt 32-seitigen Papier allerdings nicht zu finden. Vielmehr geht es um eine Bekräftigung der zur Jahrtausendwende festgelegten Ziele für das Jahr 2015, um eine Bestandsaufnahme der bisherigen Umsetzung sowie um Absichtserklärungen zum weiteren Vorgehen. Wie die UN betonten, wurden zwar bereits deutliche Entwicklungsfortschritte erzielt, das Problem von Hunger und Fehlernährung hat sich zwischen 2007 und 2009 aber wieder verstärkt. Aktuell leiden weltweit schätzungsweise 925 Millionen Menschen unter Hunger. Außerdem komme die Verbesserung der Ernährungssicherung in den verschiedenen Regionen der Erde unterschiedlich gut voran, stellen die UN fest und bezeichnen insbesondere die Lage in Afrika als besorgniserregend. Weitere und intensivere Anstrengungen seien notwendig, unter anderem in Bezug auf eine Stärkung der Kleinbauern. Diese sollten einen besseren Zugang zu nachhaltigen, landwirtschaftlichen Produktionsmethoden erhalten. So sei die internationale Hilfe zur Selbsthilfe auszubauen, etwa durch die Förderung der Agrarforschung oder den Transfer von Technologien. Daneben gehe es um die Lösung von Umweltproblemen wie Wasserverschmutzung und Erosion. Darüber hinaus müsse die internationale Kooperation vorangebracht werden, vor allem im Rahmen der Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherung.

AgE