Bauernbund | 20.06.2010

Berglandwirtschafts-Netzwerk wird ausgedehnt: Spanische Regionen dabei

Um fünf spanische Regionen soll das Netzwerk der europäischen Regionen, die ein besonderes Interesse an der Förderung der Berglandwirtschaft haben, erweitert werden. "Spanien ist ein wichtiger Verbündeter, weil sich dort mehr als ein Viertel aller europäischen Berggebiete finden", so Agrarlandesrat Hans Berger.

In Brüssel haben sich die Vertreter der Berglandwirtschafts-Partner mit jenen der spanischen Regionen Aragonien, Asturien, Kantabrien und Andalusien sowie des Baskenlands getroffen, um ein gemeinsames Lobbying in den EU-Schaltzentralen zu besprechen. "Zwar sind die Herausforderungen in allen Berggebieten unterschiedlich, unsere grundlegenden Positionen und Forderungen tragen die spanischen Regionen allerdings mit", so Berger, der sich freut, dass der Chor der Berggebiete nun zusätzliche Stimmen bekomme.

"Es ist allen klar, dass wir als Vertreter der Berglandwirtschaft einheitlich in Brüssel auftreten müssen, damit Kommission und Staaten uns nicht übersehen können", so der Landesrat. In diese Strategie lässt sich auch der Wunsch einordnen, das Vorgehen des Netzwerkes mit jenem von "Euromontana", einer Vereinigung unterschiedlichster Institutionen, Verbände und Einrichtungen zugunsten der Berggebiete, besser zu koordinieren. "Es bringt nichts, uns in Lobby-Gruppen zu verzetteln, statt die Kräfte zu bündeln", so Berger.

Der Landesrat wird sich deshalb mit Juan Andres Gutierrez, Vizepräsident von "Euromontana" und selbst Baske, treffen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen und eventuell ein einheitliches Positionspapier auszuarbeiten. "Wir setzen verstärkt darauf, eigene Maßnahmen für die Berglandwirtschaft in der Neufassung der ländlichen Entwicklung und der Marktordnungen vorzusehen", so Berger.

Der Zeitpunkt für ein verstärktes Lobbying sei günstig: "In Brüssel weiß man, dass der neue Agrarkommissar Dacian Ciolos unseren Anliegen gegenüber aufgeschlossen ist, ihm kommt natürlich aber jegliche Unterstützung gelegen, um sich im EU-Apparat behaupten zu können", so Berger.


LPA-Mitteilung