Bauernbund | 10.05.2010

Schweizer Forscher entschlüsselten Feuerbrand-Erbgut

Hoffnung auf neue Strategie zur Bekämpfung

Schweizer Forscher haben das Erbgut des Feuerbrands entziffert und wollen nun in den Genen den Schwachpunkt der berüchtigten Pflanzenkrankheit finden, um Apfel- und Birnbäume besser schützen zu können. Die Entschlüsselung gelang einem Team um Brion Duffy von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW), wie es heute in einer Aussendung der ACW hieß. Es handle sich um das erste Erbgut eines Bakteriums, das vollständig von einer Schweizer Forschungsgruppe sequenziert worden sei. Die Forschungsanstalt geht davon aus, dass die Entschlüsselung die Feuerbrandforschung beflügeln wird. In ihrer im Fachmagazin "Molecular Plant-Microbe Interactions " publizierten Studie haben die Forscher bereits einige Gene beschrieben, die eventuell entscheidend für das Überleben und die krankmachende Wirkung des Feuerbrands sind. Diese DNA-Abschnitte könnten die Achillesferse des Erregers darstellen. Sie zu finden, erlaube es vielleicht, neue Strategien gegen den Feuerbrand zu entwickeln und noch gezielter feuerbrandtolerante Apfel- und Birnensorten zu züchten, wie Duffy in der Aussendung zitiert wurde. Die Pflanzenseuche, die seit 1993 auch in Österreich grassiert, wird bekanntermaßen durch ein Bakterium namens Erwinia amylovora verursacht.

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