Bauernbund | 20.04.2010

FAO rehabilitiert Milcherzeugung

Auswirkungen auf Klima weit geringer als angenommen

Die globale Milcherzeugung hat viel geringere Klimaauswirkungen als ihr bislang nachgesagt wurde. Die Welternährungsorganisation FAO hat jetzt offiziell ihre falsch berechneten Zahlen korrigiert, berichtet "agrarzeitung online ". Auf 4% beziffert die FAO den Anteil, der Milchkühen weltweit an der Entstehung von Klimagasen zugerechnet werden kann. Wird nur das Produkt Milch betrachtet (ohne Fleischproduktion), sinkt der Anteil sogar unter 3%.

Lange Jahre war ein Wert von 18% zugrunde gelegt worden, den die FAO erstmals 2006 in ihrer Studie "Livestock "s Long Shadow " publiziert hatte. Dieser hohe Wert nutzte all jenen, denen die wachsende landwirtschaftliche Tierhaltung ein Dorn im Auge war. Der Milcherzeugung war nachgesagt worden, dass sie mehr Treibhausgase erzeuge als alle internationalen Transporte zusammen. Seit März dieses Jahres ist jedoch der alte hohe FAO-Wert widerlegt. Der Agrarwissenschafter Frank Mitloehner von der amerikanischen University of California-Davis hat systematische Berechnungsfehler gefunden.


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