Bauernbund | 17.12.2009

„Haben viel für den Wasserschutz getan“

In den letzten Jahren haben die Bäuerinnen und Bauern viel zur Verbesserungen der Wasserqualität beigetragen – etwa durch Wassereinsparungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Gülle, Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Die Kritik der Landesumweltagentur, die Bauern seien an der Verschlechterung der Wasserqualität schuld, lässt der Landesbauernrat deshalb nicht gelten.

In erster Linie sind die fehlenden Niederschläge und der Schwallbetrieb der großen E-Werke für die „biologische Verschmutzung“ der Fließgewässer im Land verantwortlich, ist der Landesbauernrat überzeugt. Statt auf die Bauern zu zeigen, müsse daher anderswo angesetzt werden.
„Uns überrascht nicht, dass gerade die Etsch im Vinschgau kritisch belastet ist. Durch den Schwallbetrieb können sich keine Kleinstlebewesen ansiedeln. Das wiederum schadet der biologischen Wasserqualität“, ist Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler überzeugt.
Dass es um die Wasserqualität in den Gräben nicht gut bestellt ist, wundert den Südtiroler Bauernbund nicht. „Viele Gräben sind fast ausgetrocknet, die Wasserqualität ist dementsprechend kritisch. Wir dürfen in der Analyse auch nicht vergessen, dass die Gräben eigentlich landwirtschaftliche Aufgaben erfüllen sprich die Talsohle entwässern. Dafür wurden sie gebaut“, erinnert Leo Tiefenthaler.
In den letzten Jahren hat der Südtiroler Bauernbund viel Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit bei seinen Mitgliedern geleistet. „Unsere Bauern gehen heute sehr verantwortungsbewusst mit der Umwelt und natürlich auch mit dem Wasser um. Zudem versuchen wir, den Wasserverbrauch im Obst- und Weinbau durch Tropfbewässerungen zu reduzieren“, erklärt Tiefenthaler. Den Kampf angesagt hat der Südtiroler Bauernbund den wenigen schwarzen Schafen.
„Jene, die versuchen, die Schlauen zu spielen und es mit Mist, Gülle und Pflanzenschutzmitteln nicht allzu ernst nehmen, werden von uns sicherlich nicht gedeckt“, verspricht Tiefenthaler.
Mit der Landesumweltagentur arbeitet der Südtiroler Bauernbund gut zusammen. „Wenn wir noch etwas zur Verbesserung der Wasserqualität tun können, stehen wir zur Verfügung“, sagt Tiefenthaler. Schließlich sei die Landwirtschaft selbst an einer guten Wasserqualität interessiert.