Bauernbund | 05.10.2009

Landesbauernrat beschäftigt sich mit dem Nationalpark

Klagen und kein Ende. Der Nationalpark Stilfser Joch beschäftigt nach wie vor Vinschger und Ultner Bauern. Vor allem die Bestimmungen für jene landwirtschaftlichen Flächen, die sich im Nationalpark Stilfser Joch befinden, erschweren die Bewirtschaftung. Mit dem Nationalpark hat sich deshalb der Landesbauernrat beschäftigt.

Keine Beeinträchtigung der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen im Nationalpark fordern die Bauernbund-Bezirke Vinschgau und Burggrafenamt schon lange. „Der Nationalpark ist ein ungeliebtes Kind. Wir hoffen, dass die nationalen Regeln nicht umgesetzt werden“, erklärte der Vinschger Bezirksobmann Andreas Tappeiner, der über die aktuelle Situation berichtete. Zweiter Kritikpunkt: Der Führungsausschuss, der die Aufgabe hätte, bei Problemen zu intervenieren bzw. die Entwicklung des Parks mitzugestalten, bringe nicht viel. Die wichtigen Entscheidungen fallen aber im Nationalparkrat.

Der Parkrat hat nun einschneidende Maßnahmen genehmigt, die derzeit beim Umweltministerium in Rom liegen. „Nun braucht es das Einverständnis aller vom Nationalpark betroffenen Regionen, um die Maßnahmen zu beschließen“, so Tappeiner. Direktor Siegfried Rinner bemängelte die fehlende Gesprächsbasis des Parkrats. „Man kann nun ein Veto einlegen, auf Zeit spielen und abwarten, was dann geschieht“, so Rinner. Wichtig sei aber auch eine klare Stellungnahme des Landesbauernrates. „Der Bauernbund soll klar mit der Botschaft nach außen gehen, dass das ausgearbeitete Reglement in der derzeitigen Form nicht annehmbar ist“, so Tiefenthaler.

Weiterer Tagesordnungspunkt der letzten Sitzung des Landesbauernrates war die anstehende Volksabstimmung. Der Südtiroler Bauernbund werde seine Mitglieder informieren, selbst aber keine Empfehlung abgeben, auch weil es sich um kein explizit bäuerliches Thema handelt, so der Tenor aus dem Landesbauernrat.