Steuerberatung | 26.07.2009

Anforderung der Mehrwertsteuernummer

Bei der Eröffnung einer neuen MwSt.-Position verlangt die Finanzverwaltung zahlreiche Informationen um sich ein Bild über den Steuerpflichtigen machen zu können. Für bestimmte Innergemeinschaftliche Einkäufe wird sogar eine Bankgarantie verlangt.

Auf dem neuen Formular wird zusätzlich zu den Angaben der Adresse nun auch die Telefonnummer, die E-Mail Adresse und eine Internetseite abgefragt, sofern diese von betrieblichem Interesse sind. Auf jeden Fall müssen aber Angaben über die Katasterdaten der Immobilien gemacht werden, in welchen die Tätigkeit ausgeübt wird. Ist das Gebäude, bzw. das Grundstück gemietet oder gepachtet müssen auch die Daten des Vertrages angegeben werden. Für alle Betriebe, die nach dem 01.11.2006 eine neue MwSt.-Nummer eröffnet haben gelten noch zusätzliche Auflagen:
Wenn ein Betrieb innerhalb der ersten drei Jahre ab Tätigkeitsbeginn EU-Einkäufe folgender Güter tätigen möchten:
• Autofahrzeuge, Motorräder und Anhänger
• Telefongeräte und Zubehör
• Computer und Bestandteile
• Rinder, Schweine, Schafe und deren Fleisch.
muss bei der Anmeldung ein entsprechendes Feld angekreuzt werden.
Entschließt sich der Betrieb erst später, aber innerhalb der ersten drei Jahre ab Tätigkeitsbeginn, einen solchen EU-Einkauf zu tätigen, so ist dies mittels Änderungsmeldung an die Finanzverwaltung mitzuteilen. Zusätzlich muss vor dem geplanten EU-Einkauf eine Bankgarantie hinterlegt werden, welche mindestens drei Jahre Gültigkeit haben, und auf einen Mindestbetrag von 50.000 Euro augestellt werden muss. Die Empfehlung kann also nur sein, vor einem geplanten EU-Einkauf der genannten Waren abzuwiegen, ob sich der zusätzliche Aufwand und die zusätzlichen Kosten lohnen.