Bauernbund | 04.03.2009

EU-Parlament: Bauernbund unterstützt Dorfmann

Nachdem der Landesbauernrat gestern in einer Sondersitzung beschlossen hat, Herbert Dorfmann als Kandidaten für die Wahlen zum Europäischen Parlament zu unterstützen, wurde dieser heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und das Wahlprogramm präsentiert.

Wie bereits erwartet war Dorfmann nach dem freiwilligen Ausscheiden des ehemaligen Bauernbund-Obmannes Georg Mayr der logische Kandidat. Obmann Leo Tiefenthaler berichtet, „dass Herbert Dorfmann die volle Unterstützung des Landesbauernrates hat: Die Wahl fiel einstimmig auf ihn.“
Laut Tiefenthaler bringt Herbert Dorfmann die idealen Voraussetzungen mit, um die Südtiroler Bevölkerung in ihrer Gesamtheit und die Südtiroler Landwirtschaft im Speziellen in der Europäischen Union gut zu vertreten: „Er ist eine neue, unverbrauchte Kraft in der Politik. Gleichzeitig hat er das Zeug, die Kontakte und Erfahrung, um einen Konsens aller Gesellschaftsschichten und –gruppen zu erreichen. Und er hat in den verschiedensten Bereichen bewiesen, dass er vielseitig, kompetent und durchsetzungsfähig ist.“

Für die Unterstützung drei Gründe
Für die Unterstützung gebe es drei Gründe.
- Erstens: Als Bauernbund-Direktor und freiberuflicher Agronom hat er Sachkenntnis und Verwaltungskompetenz im Bereich der Landwirtschaft gezeigt.
- Zweitens: Als Generalsekretär der europäischen Weinbauregionen (AREV) erntete er Anerkennung für sein diplomatisches Geschick und Fingerspitzengefühl auf europaweitem Parkett.
- Drittens: Als Bürgermeister von Feldthurns kennt er die Probleme aller Bürger vor Ort und weiß, was es heißt, EU-Vorschriften auf Gemeindeebene möglichst bürgerfreundlich umzusetzen.

Dorfmann: Vertrauen als Auftrag
Erfreut über das Ergebnis ist Herbert Dorfmann selbst: „Dass der Bauernstand so geschlossen hinter mir steht, ist ein enormer Vertrauensbeweis und gleichzeitig großer Auftrag für mich. Ich habe als Direktor immer auf die Bedeutung der Landwirtschaft hingewiesen. Sie braucht und verdient Anerkennung. Und sie braucht Unterstützung –besonders in der EU, wo nun mal die Weichen der Agrarpolitik gestellt werden.“
Gleichzeitig sei er mit dem Bauernbund einer Meinung, dass es nicht allein um die Landwirtschaft, sondern um die Vertretung ganz Südtirols, ja des Alpenraumes gehe. Dies sei kein Widerspruch: „Letztlich können wir nicht gegeneinander, sondern nur gemeinsam die Probleme in den Bereichen Verkehr, Arbeitslosigkeit, Forschung und Entwicklung, Bildung usw. lösen.“


Bild oben: Herbert Dorfmann und Landesobmann Leo Tiefenthaler unterzeichnen die Vereinbarung zum gemeinsamen Einsatz für Südtirols Landwirtschaft