Bauernbund | 09.11.2008

Neue Bestimmungen zur Hausschlachtung

Das Omnibusgesetz, welches im August dieses Jahres in Kraft getreten ist, hat für die Landwirte auch Vereinfachungen im Bereich der Hausschlachtungen mit sich gebracht.

In Zukunft wird die tierärztliche Beschau durch den Amtstierarzt nicht mehr verpflichtend sein. Das bedeutet, dass nun auch Schafe, Ziegen, Rinder und Equiden bei Hausschlachtungen nicht mehr der tierärztlichen Beschau unterzogen werden müssen. Die jährliche Obergrenze von 2 Grossvieheinheiten im Jahr bleibt aufrecht, ebenso wie die Meldepflicht der erfolgten Schlachtung innerhalb von sieben Tagen.

TSE-Test
Es ist jedoch nicht mehr möglich Tiere, welche einem TSE-Test zu unterziehen sind, zu Hause zu schlachten. Einem TSE-Test müssen laut EU-Bestimmungen alle Rinder ab 30 Monaten und alle Schafe und Ziegen ab 18 Monaten, unterzogen werden. Die Schlachtung dieser Tiere müsste somit in einem Schlachthaus erfolgen. Da viele Schafe und Ziegen haltende Betriebe in geografisch benachteiligten Gebieten liegen, da es auf Provinzebene keine homogene Verteilung von Schlachthöfen mit öffentlicher Funktion gibt und um lange Anfahrten zu vermeiden gibt es nun, bis zu einer gesetzlichen Änderung, eine Übergangslösung. Derzufolge kann der Amtstierarzt den Test als Teil der Schlachtung nicht nur beim Schlachthaus durchführen, sondern auch in funktionell korrelierten Strukturen wie zum Beispiel den Kadaverentsorgungscontainern.
Es wäre somit sinnvoll, wenn der Tierhalter den Amtstierarztrechtzeitig vor der Schlachtung informiert und mit diesem dann persönlich vereinbart, wo der Test durchgeführt werden kann.